1341 Framim Mehamatzlema Shel Micha Bar-Am

1341 Frames of Love and War | 1341 Bilder von Krieg und Liebe
Wie die besten Filme über Fotografie stellt 1341 Framim das Kino dezidiert in den Dienst des unbewegten Bildes. Der Film wird zum Grenzgänger zwischen Dokumentarfilm und dem weniger gängigen Genre des Foto-Films, zwischen etwas Dauerhaftem und etwas Flüchtigem. Erzählt wird von der Karriere des israelischen Fotografen Micha Bar-Am, geboren 1930 in Berlin, anhand von berühmten Aufnahmen, Abzügen, Kontaktbögen, unterlegt mit zwei Stimmen: Micha ringt mit seinen teils unauslöschlichen, teils schwindenden Erinnerungen, während seine Frau Orna als gewissenhafte Archivarin die Funktion des Gedächtnisses übernimmt, das ihrem alternden Mann abhandenkommt. Dabei wäre Vergessen durchaus eine Option angesichts der Ereignisse und Gräuel, die Bar-Am als Chronist der Geschichte Israels für immer festgehalten hat: vom Eichmann-Prozess 1961 über den Sechs-Tage-Krieg 1967, den Jom-Kippur-Krieg 1973 bis zum Massaker von Sabra und Schatila 1982. Seien es die Grausamkeit des Krieges oder Szenen aus dem Familienleben – jedes Bild offenbart Bar-Ams Gabe, die Fotografie in eine immer raffinierter werdende visuelle Sprache zu verwandeln. Und im Hintergrund ein Akteur, der stets präsent bleibt: ein Land ohne Frieden.
von Ran Tal
mit Micha Bar-Am, Orna Bar-Am, Barak Bar-Am, Nimrod Bar-Am
Israel / Vereinigtes Königreich / USA 2022 Hebräisch,  Deutsch 89’ Schwarz-Weiß & Farbe Weltpremiere Dokumentarische Form

Mit

  • Micha Bar-Am
  • Orna Bar-Am
  • Barak Bar-Am
  • Nimrod Bar-Am

Stab

Regie, BuchRan Tal
MontageNili Feller
Sound DesignAviv Aldema
ProduktionsleitungKarin Etedgi
Produzent*innenSarig Peker, Ran Tal
Ausführende Produzent*innenNancy Pomagrin, Yael Melamede
KoproduktionSalty Features, New York

Produktion

Grapevine Shoot Productions

Weltvertrieb

Ran Tal

Der Filmemacher wurde 1963 in Israel geboren. In seinen Dokumentarfilmen beschäftigt er sich aus soziokultureller und historischer Perspektive mit der israelischen Gegenwart. Für seine Arbeit gewann er mehrere nationale und internationale Preise, unter anderem den israelischen Filmpreis Ophir. Er ist Leiter des Dokumentarfilmprogramms der Steve Tisch School of Film and Television der Universität Tel Aviv sowie Gründer und Redakteur des Onlinemagazins „Takriv“, das sich dem Dokumentarfilm widmet.

Filmografie (Dokumentarfilme)

1996 Malka Lev Adom (Skin Deep); Kurzfilm 1999 Derech Ben Tzvi 67 (67 Ben Tzvi Road) 2005 Beit Chalomotay (My Dream House) 2007 Yaldey Hashemesh (Children of the Sun) 2008 Shuv Nolad (Born Again) 2009 Gitai Mechapes Et Hacarmelb (Gitay in Search for His Carmel) 2012 Gan Eden (The Garden Eden) 2016 Zman Yehudi (Jewish Time) 2017 Hamozeon (The Museum) 2019 Shanim Shel Tikva (Years of Promise and Rejection) 2021 Ma Haya Eilu. Ehud Barak Al Milchma VeShalom (What if? Ehud Barak on War and Peace) · 1341 Framim Mehamatzlema Shel Micha Bar-Am (1341 Frames of Love and War)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2022