Police

Night Shift | Bis an die Grenze
Virginie, Erik und Aristide arbeiten bei der Polizei. Sie müssen mit der tagtäglichen Gewalt in den Häusern und auf der Straße zurechtkommen und dennoch versuchen, ihre Gefühle und ihr persönliches Leben im Gleichgewicht zu halten. Eines Abends erhalten sie den Auftrag, einen illegalen Einwanderer aus nicht näher genannten Gründen zum Flughafen zu transportieren. Unterwegs erfährt Virginie, dass dem Mann in seiner Heimat die Todesstrafe droht. Angesichts dieses unerträglichen Dilemmas beginnt sie, den Einsatz zu hinterfragen. Ihnen bleibt nur eine Nacht, um über das Schicksal des Mannes zu entscheiden. Die Regisseurin Anne Fontaine widmet sich dem dramatischen und höchst aktuellen Thema mit der angemessenen Ernsthaftigkeit und Empathie. Die herausragenden französischen Schauspieler sind ebenso engagiert, wie ihre Figuren zögerlich sind, und der Iraner Payman Maadi liefert eine erschütternde Darstellung des Tadschiken, der kein Wort in der Sprache seines „Gast“-Landes versteht. Der Versuch, die Vielfalt der Gefühle der Beteiligten angesichts der Situation auszudrücken, bewegt über das Sagbare hinaus und hallt lange nach.
von Anne Fontaine
mit Omar Sy, Virginie Efira, Grégory Gadebois, Payman Maadi
Frankreich 2019 Französisch 98’ Farbe Weltpremiere

Mit

  • Omar Sy (Aristide)
  • Virginie Efira (Virginie)
  • Grégory Gadebois (Erik)
  • Payman Maadi (Tohirov)

Stab

Regie Anne Fontaine
Buch Claire Barré
Kamera Yves Angelo
Montage Fabrice Rouaud
Sound Design Jean-Pierre Laforce
Ton Brigitte Taillandier
Production Design Arnaud de Moléron
Kostüm Emmanuelle Youchnovski
Maske Frédéric Marin
Regieassistenz Laure Prévost Guarino
Casting Pascale Béraud
Production Manager Laurent Perrot
Produzent*innen Jean-Louis Livi, Philippe Carcassonne

Produktion

F Comme Film

Ciné-@

Anne Fontaine

Geboren 1959 in Luxemburg, begann die französische Filmemacherin ihre Karriere als Tänzerin und Schauspielerin, bevor sie als Regisseurin und Drehbuchautorin tätig wurde. Ihr Regiedebüt gab sie 1993 mit Les histoires d’amour finissent mal en général, das mit dem französischen Prix Jean Vigo ausgezeichnet wurde. Zu ihren Filmen gehören Nathalie, Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft, Gemma Bovery – Ein Sommer mit Flaubert sowie Agnus Dei – Die Unschuldigen, der auf dem Sundance Film Festival seine Premiere feierte und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.

Filmografie

1993 Les histoires d’amour finissent mal en général (Love Affairs Usually End Badly) · Les histoires d'amour finissent mal en général (Love Affairs Usually End Badly) 1995 Augustin 1997 Nettoyage à sec (Dry Cleaning) 1999 Augustin, roi du Kung Fu (Augustin, King of Kung-Fu) 2001 Comment j’ai tué mon père (How I Killed My Father) · Comment j'ai tué mon père (How I Killed My Father) 2003 Nathalie 2005 Entre ses mains (In His Hands) 2006 Nouvelle chance (Oh La La) · Nouvelle chance (Oh La La!) 2008 La fille de Monaco (The Girl From Monaco) · La fille de Monaco (The Girl from Monaco) 2009 Coco avant Chanel (Coco Before Chanel) 2011 Mon pire cauchemar (My Worst Nightmare) 2013 Perfect Mothers (Adoration) 2014 Gemma Bovery 2016 Les innocentes (The Innocents) 2017 Marvin 2019 Blanche comme neige (Pure as Snow) · Blanche comme neige (Pure As Snow) · Police (Night Shift) 2021 Presidents

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2023