Our Daily Bread

Der letzte Alarm
„Zurück aufs Land!“ Um der Massenarbeitslosigkeit zu entkommen, folgen John Sims und seine Frau Mary der Parole von Präsident Roosevelt und übernehmen die heruntergekommene Farm eines Onkels. Doch rasch zeigt sich, dass die beiden Städter*innen sie nicht bewirtschaften können. Als ein landloser Farmer ihnen hilft, hat John die Idee, weitere Arbeitslose hinzuzuziehen. Rasch füllt sich das ‚Arkadien‘ mit Handwerker- und Bauernfamilien. Gemeinsam wehren sie Zugriffe durch den Staat und Spekulanten ab. Doch dann droht eine Trockenheit, die Ernte zu vernichten … In der Absicht, dem Glamour Hollywoods Bilder der amerikanischen Wirklichkeit entgegenzusetzen, drehte King Vidor einen der ersten Filme des New Deal. In Anlehnung an reale Einrichtungen wie die texanische Woodlake Community schuf er die konservative Sozialutopie einer religiös grundierten, auf Tauschökonomie basierten Kooperative. Mal als kommunistisch, dann faschistisch denunziert, glorifiziert Our Daily Bread vor allem das amerikanische Arbeitsethos. In der lyrischen Tradition des Dichters Walt Whitman feiert Vidor die Leistungskraft des menschlichen Körpers, die sich in der rhythmischen Choreografie des Finales eruptiv entlädt.
von King Vidor
mit Karen Morley, Tom Keene, Barbara Pepper, Addison Richards, John Qualen, Lloyd Ingraham, Sidney Bracy, Henry Hall, Nellie V. Nichols, Frank Minor
USA 1934 Englisch 74’ Schwarz-Weiß, 2K DCP

Mit

  • Karen Morley
  • Tom Keene
  • Barbara Pepper
  • Addison Richards
  • John Qualen
  • Lloyd Ingraham
  • Sidney Bracy
  • Henry Hall
  • Nellie V. Nichols
  • Frank Minor

Stab

RegieKing Vidor
BuchElizabeth Hill
DialogeMortimer Offner, Joseph L. Mankiewicz
StoryKing Vidor
KameraRobert Planck
MontageLloyd Nosler
TonVinton Vernon
RegieassistenzRalph Slosser

Produktion

Viking Productions, Inc.

Zusatzinformationen

DCP: Lobster Films, Paris

King Vidor

King Vidor wurde 1894 in Galveston, Texas geboren und starb 1982 in Paso Robles, Kalifornien. Ab 1913 Arbeit im lokalen Nickelodeon als Filmvorführer; als Jugendlicher erste Aktualitätenfilme; 1919 erster abendfüllender Spielfilm. 1925 Durchbruch mit dem pazifistischen Kriegsfilm The Big Parade. Vidor wird zum erfolgreichen Stummfilmregisseur mit humanistischer Vision und bleibt seinem Interesse an sozialen Fragen und technischer Innovation beim Wechsel zum Tonfilm treu. Bis 1959 dreht er 54 Spielfilme verschiedenster Genres: Western, Melodrama, Kostümfilm, Komödie und sogar einen Antikfilm.

Filmografie (Auswahl)

1919 The Turn in the Road; Lost film 1925 The Big Parade (Die große Parade) 1928 The Crowd (Ein Mensch der Masse) 1929 Hallelujah 1934 Our Daily Bread (Der letzte Alarm) 1938 The Citadel 1940 Northwest Passage (Nordwest-Passage) 1947 Duel in the Sun (Duell in der Sonne) 1949 The Fountainhead (Ein Mann wie Sprengstoff) 1956 War and Peace (Krieg und Frieden) 1959 Solomon and Sheba (Salomon und die Königin von Saba)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020