Les trois-quarts de la vie

Three Quarters of a Life
In der „Medwedkin-Gruppe“ in Sochaux drehten Arbeiter*innen mit Unterstützung von Filmschaffenden (darunter auch Chris Marker) Filme über ihren Arbeitsalltag und ihre Arbeitskämpfe. So geht es in Sochaux, 11 juin 68 um einen militanten Streik in der Peugeot-Fabrik, bei dem es Tote gab. Doch nicht nur dokumentarische Mittel kamen zum Einsatz: Les trois-quarts de la vie inszeniert die Anwerbung von Arbeitern und den Alltag bei Peugeot mit deutlich satirischem Unterton.
von Groupe Medvedkine Sochaux Frankreich 1971 Französisch 18’ Dokumentarische Form

Stab

RegieGroupe Medvedkine Sochaux

Groupe Medvedkine Sochaux

Die Groupe Medvedkine Sochaux war eine 1968 gegründete Gruppe von Filmschaffenden, die in der ostfranzösischen Stadt Sochaux aktiv war. Das Kollektiv bestand aus etwa 40 jungen militanten Arbeiter*innen aus der dort ansässigen Peugeot-Fabrik sowie aus politisch engagierten Filmemachern, darunter Bruno Muel und Chris Marker. Der Name der Gruppe wurde als Hommage an die Arbeit des sowjetischen Regisseurs Alexandr Medvedkin gewählt. Eine weitere Groupe Medvedkine war in Besançon aktiv.

Filmografie

1972 Week-end à Sochaux; 53 Min. 1973 Le train en marche (Die Kamera in der Fabrik); 89 Min., mit Chris Marker · Septembre chilien (Chilian September); 39 Min., mit Bruno Muel, Théo Robichet 1974 Avec le sang des autres (The Blood of the Others); 52 Min., mit Bruno Muel

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020