Mes voisins

My Neighbours
Afrikanische Migranten in Paris sprechen über ihr Leben und den alltäglichen Rassismus auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Das Chanson, aus dem der Filmtitel stammt, besingt das Elend vor der eigenen Tür. In einer anderen Tonart setzt Med Hondo die Analyse der Verhältnisse fort: Knapper als in der animierten Schlusssequenz hat man die postkoloniale Weltlage noch nicht auf den Punkt gebracht.
von Med Hondo Frankreich 1971 Arabisch,  Französisch 35’ Farbe & Schwarz-Weiß

Stab

Regie, BuchMed Hondo
KameraFrançois Catonné
TonAlain Contraud
AnimationJean Michel Quesne, Marc Chartier
Digitale RestaurierungArsenal – Institut für Film und Videokunst

Med Hondo

Geboren 1936 in Atar, Mauretanien. Ende der 1950er-Jahre emigrierte er nach Frankreich, wo er in Paris eine Theatergruppe gründete und sich dem Film zuwandte. Mitte der 1960er-Jahre begann er mit den Dreharbeiten zu seinem ersten Spielfilm Soleil Ô, der international Aufmerksamkeit erregte. In seinen darauffolgenden Filmen thematisierte Hondo die Geschichte des afrikanischen Kontinents und dessen Diaspora. Er starb 2019 in Paris.

Filmografie

1969 Balade aux sources (Ballad to the Springs); 25 Min. · Partout ou peut-être nulle part (Everywhere, or Maybe Nowhere); 30 Min. 1973 Les Bicots-nègres, vos voisins (Arabs and Niggers, Your Neighbours); 190 Min. 1977 Nous aurons toute la mort pour dormer; 160 Min. 1979 West Indies, ou les nègres marrons de la liberté (West Indies: The Fugitive Slaves of Liberty); 110 Min. 1986 Sarraounia; 120 Min., Forum 1987 1994 Lumière noire (Black Light); 104 Min. 1998 Watani, un monde sans mal; 78 Min. 2004 Fatima, l’Algérienne de Dakar (Fatima, the Algerian Woman of Dakar); 89 Min.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020