Akiya

Ein Tonbandgerät spielt ein Lied, das eine Geschichte über die steigende Zahl verlassener Häuser und Gebäude in Japan erzählt – im alten Stil des Noh, einer traditionellen japanischen Theaterform. Akiya zeigt keine Bilder von unbewohnten Gebäuden – diese aktuelle Geschichte dient vielmehr als konzeptioneller Ausgangspunkt. Der Text des Gedichts wird im Japanisch der archaischen Muromachi-Zeit (1333–1573) vorgetragen. Es basiert auf aktuellen Zeitungsartikeln und poetischen Fragmenten, auf Metaphysik und eigentümlichem Humor und verleiht der Stimme, die wir hören, Charakter und Persönlichkeit.
Das Lied wird eher mit der Maschine als mit dem Menschen assoziiert. Die Darstellerin wird zur Maschine und die Maschine zur Darstellerin. Indem die Arbeit die traditionelle Erzählform mit einer zeitgenössischen Interpretation des aktuellen Phänomens der desolaten Häuser konfrontiert, entsteht eine Zukunftsmythologie beziehungsweise ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
von Jonna Kina Finnland / Japan / USA 2020 Japanisch 5’ Farbe Weltpremiere

Stab

Regie, BuchJonna Kina
KameraVille Piippo
MontageJonna Kina
Sound DesignJonathan Fuhrer
StimmeRyoko Aoki
Produzent*inJonna Kina
Ausführende*r Produzent*inJonna Kina

Produktion

Jonna Kina

Tampere, Finnland

+358 40 7756703

Weltvertrieb

AV-arkki - The Centre for Finnish Media Art

Helsinki, Finnland

+358 40 7418992

Jonna Kina

Jonna Kina, geboren 1984 in Finnland, ist Künstlerin und arbeitet mit einer Vielzahl verschiedener Medien. Klang, Wahrnehmung und Imagination sind wesentliche Bestandteile ihrer Forschung und Praxis. Ihre Arbeit offenbart den Wert fiktionaler Standpunkte in nicht-fiktionalen Untersuchungen. Kinas Werke wurden ausgezeichnet und international in Museen und Filmfestivals gezeigt. Akiya ist ihr fünfter Kurzfilm.

Filmografie

2012 Reconstructions; 21 Min. 2016 Secret Words and Related Stories; 21 Min. 2017 Arr. For a Scene; 6 Min. 2018 SOMNIVM; 13 Min. 2020 Akiya; 5 Min.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020