Als Tony Barretts Verleger seinen neuen Roman ablehnt, gerät der New Yorker Schriftsteller finanziell in die Klemme. Er zieht sich auf den Familiensitz in Connecticut zurück, wo seine mondäne Ehefrau Dora es allerdings nicht lange aushält. Tony aber findet Interesse an einer Nachbarsfamilie aus Polen, die Tabak anpflanzt und ihm ein Stück Land abkauft. Es soll als Mitgift bei der Heirat der Tochter Manya mit einem Landsmann dienen. Bis dahin hilft sie Tony im Haushalt. Doch nicht nur wird Tony von Manya zu einem neuen Buch inspiriert, unmerklich verliebt er sich auch in sie. Da sie seine Neigung erwidert, sieht Manjas Vater seine Heiratspläne gefährdet und verbietet ihnen den Kontakt. Doch noch in der Hochzeitsnacht setzt sich Tony darüber hinweg … King Vidors sensibler Schauspielführung ist es zu verdanken, dass der bis dahin als hölzerner Westerner hervorgetretene Gary Cooper und die russische Immigrantin Anna Sten zu überzeugenden Repräsentant*innen eines Kulturkonflikts wurden. Dabei unterliegen sie einer Tragik, die ihre sinnlichen Begegnungen von Anfang an überschattet. Die Filmfestspiele in Venedig ehrten Vidor 1935 mit dem Preis für die Beste Regie.
von King Vidor
Mit Gary Cooper, Anna Sten, Ralph Bellamy, Helen Vinson, Sig Rugmann, Esther Dale, Leonid Snegoff, Eleanor Wesselhoeft, Milla Davenport, Agnes Anderson, Walter Brennan
USA 1935 Englisch 82’ Schwarz-Weiß, 35 mm

Mit

  • Gary Cooper
  • Anna Sten
  • Ralph Bellamy
  • Helen Vinson
  • Sig Rugmann
  • Esther Dale
  • Leonid Snegoff
  • Eleanor Wesselhoeft
  • Milla Davenport
  • Agnes Anderson
  • Walter Brennan

Stab

RegieKing Vidor
BuchEdith Fitzgerald
StoryEdwin H. Knopf
KameraGregg Toland
MontageStuart Heisler
MusikAlfred Newman
TonFrank Maher
AusstattungRichard Day
KostümOmar Kiam
RegieassistenzWalter Mayo
Produzent*inSamuel Goldwyn

Produktion

Howard Productions, Inc.

Zusatzinformationen

Kopie: Park Circus, Glasgow

King Vidor

King Vidor wurde 1894 in Galveston, Texas geboren und starb 1982 in Paso Robles, Kalifornien. Ab 1913 Arbeit im lokalen Nickelodeon als Filmvorführer; als Jugendlicher erste Aktualitätenfilme; 1919 erster abendfüllender Spielfilm. 1925 Durchbruch mit dem pazifistischen Kriegsfilm The Big Parade. Vidor wird zum erfolgreichen Stummfilmregisseur mit humanistischer Vision und bleibt seinem Interesse an sozialen Fragen und technischer Innovation beim Wechsel zum Tonfilm treu. Bis 1959 dreht er 54 Spielfilme verschiedenster Genres: Western, Melodrama, Kostümfilm, Komödie und sogar einen Antikfilm.

Filmografie (Auswahl)

1919 The Turn in the Road; Lost film 1925 The Big Parade (Die große Parade) 1928 The Crowd (Ein Mensch der Masse) 1929 Hallelujah 1934 Our Daily Bread (Der letzte Alarm) 1938 The Citadel 1940 Northwest Passage (Nordwest-Passage) 1947 Duel in the Sun (Duell in der Sonne) 1949 The Fountainhead (Ein Mann wie Sprengstoff) 1956 War and Peace (Krieg und Frieden) 1959 Solomon and Sheba (Salomon und die Königin von Saba)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020