Der Ex-Boxweltmeister Andy „Champ“ Purcell ist dem Alkohol und der Spielsucht verfallen. Nun ist er in Tijuana gestrandet, wo es ihm immer schwerer fällt, vor seinem Sohn Dink die Fassade des ehrgeizigen Sportmanns aufrecht zu erhalten. Als Champ ein Rennpferd gewinnt und auf den Pferdesport umsattelt, begegnen ihm Dinks Mutter und ihr zweiter, wohlhabender Ehemann. Aus Sorge um den Jungen bittet das Paar ihn, ihnen Dink anzuvertrauen, und bietet ihm dafür Geld an. Nach einigem Zögern willigt er ein, doch Dink büxt auf der Zugfahrt nach New York aus und steht in der Ecke des Champs, als dieser in einem aussichtslos scheinenden Kampf gegen den mexikanischen Meister antritt … King Vidor inszeniert die sentimentale Geschichte vom Sohn, der seinem Vater selbst wie Mutter und Vater ist, ohne die sozialen Hintergründe außer Acht zu lassen. Dabei kam ihm zugute, dass der als Mitglied in Our Gang (Die kleinen Strolche) zu Bekanntheit gekommene Nachwuchsstar Jackie Cooper glaubhaft für Kinderelend einstand. Ohne Effekte und fast ohne Musik, mit dokumentarischem Touch und natürlichem Licht gedreht, erhielt The Champ zwei Oscars – für die beste Story und für Wallace Beerys Champ-Darstellung.
von King Vidor
Mit Wallace Beery, Jackie Cooper, Irene Rich, Roscoe Ates, Edward Brophy, Hamilton Hale, Jesse Scott, Marcia Mae Jones, Andy Shuford
USA 1931 Englisch 86’ Schwarz-Weiß, 35 mm

Mit

  • Wallace Beery
  • Jackie Cooper
  • Irene Rich
  • Roscoe Ates
  • Edward Brophy
  • Hamilton Hale
  • Jesse Scott
  • Marcia Mae Jones
  • Andy Shuford

Stab

RegieKing Vidor
BuchFrances Marion
DialogeDon Marquis, Leonard Praskins, Wanda Tuchock
KameraGordon Avil
MontageHugh Wynn
TonDouglas Shearer
AusstattungCedric Gibbons
RegieassistenzRobert A. Golden
Produzent*inHarry Rapf

Produktion

Metro-Goldwyn-Mayer Corp. (Loew’s, Inc.) (King Vidor’s production)

Zusatzinformationen

Kopie: Harvard Film Archive, Cambridge, MA

King Vidor

King Vidor wurde 1894 in Galveston, Texas geboren und starb 1982 in Paso Robles, Kalifornien. Ab 1913 Arbeit im lokalen Nickelodeon als Filmvorführer; als Jugendlicher erste Aktualitätenfilme; 1919 erster abendfüllender Spielfilm. 1925 Durchbruch mit dem pazifistischen Kriegsfilm The Big Parade. Vidor wird zum erfolgreichen Stummfilmregisseur mit humanistischer Vision und bleibt seinem Interesse an sozialen Fragen und technischer Innovation beim Wechsel zum Tonfilm treu. Bis 1959 dreht er 54 Spielfilme verschiedenster Genres: Western, Melodrama, Kostümfilm, Komödie und sogar einen Antikfilm.

Filmografie (Auswahl)

1919 The Turn in the Road; Lost film 1925 The Big Parade (Die große Parade) 1928 The Crowd (Ein Mensch der Masse) 1929 Hallelujah 1934 Our Daily Bread (Der letzte Alarm) 1938 The Citadel 1940 Northwest Passage (Nordwest-Passage) 1947 Duel in the Sun (Duell in der Sonne) 1949 The Fountainhead (Ein Mann wie Sprengstoff) 1956 War and Peace (Krieg und Frieden) 1959 Solomon and Sheba (Salomon und die Königin von Saba)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020