Obwohl der tschechische Emigrant Stefan Dangosbiblichek die geforderten 25 Dollar nicht aufbringen kann, öffnen sich ihm 1898 die Tore von Ellis Island. Ein Fußmarsch führt ihn nach Minnesota, wo er Arbeit in einer Eisenerzmine und den Namen Steve Dangos erhält. Nachdem er bei der Lehrerin Anna, seiner späteren Ehefrau, lesen gelernt hat, geht er nach Chicago und steigt dort in einem Stahlwerk zum Vorarbeiter auf. Als Automobilfabrikant in Detroit schließlich bringt Steve es zu Wohlstand, ohne Rücksicht auf Arbeitnehmerrechte zu nehmen, um die sein jüngstes Kind, Teddy Roosevelt, umso entschiedener in der Fabrik seines Vaters kämpft … King Vidor war US-Amerikaner in dritter Generation, seine Vorfahren stammten aus Ungarn. Schon mit der ersten Einstellung zeichnet der Film die USA als ein Land hinter dem Regenbogen; die Arbeit hier aber wird vor allem von Immigranten erbracht. Vidors Hohelied auf Fleiß und Industrie – eine Mischung aus Familienchronik und Wirtschaftsdokumentation – spannt den Bogen bis zum Angriff auf Pearl Harbor. Dabei erzählt An American Romance eine Aufstiegsgeschichte: vom Untertagebau zur Produktion, von Kampfbombern zur Verteidigung des amerikanischen Traums.
von King Vidor
Mit Brian Donlevy, Ann Richards, Walter Abel, John Qualen, Stephen McNally, Mary McLeod, Robert Lowell, Fred Brady, Billy Lechner, Jerry Shane
USA 1944 Englisch 121’ Farbe, 35 mm

Mit

  • Brian Donlevy
  • Ann Richards
  • Walter Abel
  • John Qualen
  • Stephen McNally
  • Mary McLeod
  • Robert Lowell
  • Fred Brady
  • Billy Lechner
  • Jerry Shane

Stab

RegieKing Vidor
BuchHerbert Dalmas, William Ludwig
StoryKing Vidor
KameraHarold Rosson
MontageConrad A. Nervig
MusikLouis Gruenberg
TonDouglas Shearer
AusstattungCedric Gibbons
KostümIrene
RegieassistenzBert Spurlin, Jack MacKenzie
Produzent*inKing Vidor

Produktion

Metro-Goldwyn-Mayer Corp. (Loew’s, Inc.) (King Vidor’s production)

Zusatzinformationen

Kopie: From the collection of the George Eastman Museum, Rochester, NY

King Vidor

King Vidor wurde 1894 in Galveston, Texas geboren und starb 1982 in Paso Robles, Kalifornien. Ab 1913 Arbeit im lokalen Nickelodeon als Filmvorführer; als Jugendlicher erste Aktualitätenfilme; 1919 erster abendfüllender Spielfilm. 1925 Durchbruch mit dem pazifistischen Kriegsfilm The Big Parade. Vidor wird zum erfolgreichen Stummfilmregisseur mit humanistischer Vision und bleibt seinem Interesse an sozialen Fragen und technischer Innovation beim Wechsel zum Tonfilm treu. Bis 1959 dreht er 54 Spielfilme verschiedenster Genres: Western, Melodrama, Kostümfilm, Komödie und sogar einen Antikfilm.

Filmografie (Auswahl)

1919 The Turn in the Road; Lost film 1925 The Big Parade (Die große Parade) 1928 The Crowd (Ein Mensch der Masse) 1929 Hallelujah 1934 Our Daily Bread (Der letzte Alarm) 1938 The Citadel 1940 Northwest Passage (Nordwest-Passage) 1947 Duel in the Sun (Duell in der Sonne) 1949 The Fountainhead (Ein Mann wie Sprengstoff) 1956 War and Peace (Krieg und Frieden) 1959 Solomon and Sheba (Salomon und die Königin von Saba)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020