Ursprünglich von einem kleinen Kreis queerer Festivalmitarbeiter*innen in der Buchhandlung Prinz Eisenherz erdacht existierte der TEDDY lange bevor er zu einer prägenden Kraft der Berlinale wurde. Ein Blick zurück auf diese frühen Jahre zeigt, wie der Preis Berlins queere Kulturlandschaft mitgestaltete – von den Tanzflächen im SchwuZ und SO36 über das Metropol bis hin zum Haus der Kulturen der Welt. Dafür sprechen wir mit jenen, die damals dabei waren und die die Ära des New Queer Cinema mitgeprägt haben. Die frühen Formationsjahre des TEDDY spielten sich vor einer Kulisse politischer Dringlichkeit ab: queerfeindliche Gesetzgebung in Westberlin, die Hochphase der Aids-Krise, der sich ankündigende Fall der Berliner Mauer. Inmitten dieser aufgeladenen Atmosphäre wurde der TEDDY mehr als nur ein Preis: Er wurde eine kulturelle Intervention. Was bedeutete es für queere Aktivist*innen und Filmschaffende, zu erleben, wie sich eine so widerständige, gemeinschaftliche und kompromisslos politische Präsenz im Innersten der Berlinale verankern konnte?