Találkozás

Encounter
Eine Frau steht mitten im Leben und sucht darin mehr. – 25 Jahre alt und eine der ersten zum Regie-Studium zugelassenen Frauen an der Ungarischen Akademie für Theater und Filmkunst war Judit Elek, als sie mit Találkozás (Encounter) den ersten veritablen Eintrag in ihrer Filmografie verzeichnete. Ein ungewöhnlicher Erstling – so reif, so subtil, so bewusst undefiniert im Erzählten und doch so bestimmt in der Form, eine Überkreuzung von Spielfilm und dokumentarischer Methode, die den ungarischen Filmbehörden, herangetragen vom Budapest Filmstúdió und dem erst drei Jahre zuvor gegründeten Balázs Béla Stúdió, gar nicht gefiel. Beobachtet wird eine Frau, die als Krankenschwester arbeitet, wie sie andere Menschen pflegt, sich selbst vor dem Spiegel schick macht und zu einem Rendez-vous aufbricht, das scheu verläuft, nicht zuletzt, weil der um einiges ältere Junggeselle sich eher weniger von seiner Gefühlsseite zeigt, als sie das möglicherweise erwartet. Man spricht im Café und auf der Parkbank in Pest – und geht wieder getrennte Wege. Zu traurig, der Film, zu dilettantisch sei er. Nur Miklós Jancsó sah es anders und half beim Edit, Louis Marcorelles hat ihn dann entdeckt: cinéma vérité!
von Judit Elek (Regie, Buch)
mit Iván Mándy
Ungarn 1963 Ungarisch 22' Schwarz-Weiß

Mit

  • Iván Mándy

Stab

Regie Judit Elek
Buch Judit Elek
Kamera István Zöldi
Musik András Szöllősy
Produzent*in Laura Horváth
Executive Producer István Daubner

Produktion

Balázs Béla Stúdió

Budapest, Ungarn

Budapest Filmstúdió

Budapest, Ungarn

Weltvertrieb

National Film Institute Hungary - Film Archive

Budapest, Ungarn

Zusatzinformationen

Restaurierung: National Film Institute Hungary

Judit Elek

Die Filmemacherin und Drehbuchautorin Judit Elek (1937–2025) schloss 1961 ihr Studium an der Akademie für Theater und Film in Budapest ab und wurde Regieassistentin bei Mafilm. Zwischen 1962 und 2011 drehte sie mehrere Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme. In ihren Geschichten beschäftigte sie sich mit sozialen Situationen, menschlicher Einsamkeit und Versuchen, Kontakt aufzubauen. Ihre Filme zeichnen sich durch soziale Sensibilität und einen dokumentarischen Ansatz aus. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie zu den Filmfestivals in Berlin, Cannes, Venedig, Locarno, Mannheim und Oberhausen eingeladen.

Filmografie

1963 Találkozás (Encounter); Kurzfilm 1966 Kastélyok lakói (Inhabitants of Castles in Hungary in 1966); Kurzfilm 1968 Meddig él az ember? I-II (How Long Does Man Live?) 1969 Sziget a szárazföldön (The Lady from Constantinople) 1972 Találkozunk 1972-ben (Sötétben-világosban) (We Will Meet in 1972 (In Dark and in Light)) 1974 Istenmezején 1972–73-ban (On The Field of God in 1972–73) · Az első fénykép (Tamás Cseh: The First Photo) 1975 Egyszerű történet (A Commonplace Story) 1979 Majd holnap (Maybe Tomorrow) 1981 Vizsgálat Martinnovics Ignác szászvári apát és társai ügyében (The Trial of Martinovics and the Hungarian Jacobins) 1984 Mária-nap (Maria’s Day) 1989 Tutajosok (Memories of a River) 1995 Ébredés (Awakening) 1996 Mondani a mondhatatlant – Elie Wiesel üzenete (To Speak the Unspeakable – The Message of Elie Wiesel) 1998 Egy szabad ember – Fisch Ernő élete (A Free Man – The Life of Erno Fisch) 2006 A hét nyolcadik napja (The Eighth Day of the Week) 2018 És a halottak újra énekelnek… (After All the Dead Sing Again) 2019 Visszatérés (Retrace: Digital Director’s Cut)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026