Lola rennt

Run Lola Run
Lola muss in 20 Minuten 100.000 Mark auftreiben. Andernfalls wird ein Berliner Autoschieber ihren Freund umlegen, weil der als Geldbote versagt und diese Summe in der U-Bahn liegen gelassen hat. Lola hat drei Versuche. Der erste mündet in einen Raubüberfall, der zweite in einen Bankraub. Beide enden übel. Der dritte führt sie in ein Spielcasino.
Ein Märchenmotiv trifft auf die Dramaturgie eines Videogames: In drei zeitlich leicht verschobenen Varianten ergeben sich drei Handlungsabläufe, die auch für Randfiguren lebensentscheidende Wendungen nehmen. Diese in rasanten Flash-Forward-Fotoromanen durchzuspielen, ist Teil einer postmodernen Bricolage, für die Tom Tykwer die Ressourcen des aktuellen Kinos entfesselte: Von Trance- und Technotracks vorangetrieben, geriet Lola rennt zum filmischen Loop. In ihm fügten sich Video und 35 mm, Farbe und Schwarz-Weiß, Split-Screens und Slow-Motion, Jump-Cuts und Match-Cuts, Comics und 360-Grad-Kamerafahrten zur spielerischen Erkundung möglicher Wirklichkeiten – und zum ersten deutschen Film fürs 21. Jahrhundert. In ihm entwirft die Montage einen Stadtraum Berlins, in dem Ost und West zu einem imaginären Spielfeld zusammengewachsen sind.
von Tom Tykwer (Regie, Buch)
mit Franka Potente, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup, Nina Petri, Joachim Król, Armin Rohde, Heino Ferch, Suzanne von Borsody, Lars Rudolph, Ludger Pistor
Deutschland 1998 Deutsch 81' Farbe Altersfreigabe FSK 12

Mit

  • Franka Potente
  • Moritz Bleibtreu
  • Herbert Knaup
  • Nina Petri
  • Joachim Król
  • Armin Rohde
  • Heino Ferch
  • Suzanne von Borsody
  • Lars Rudolph
  • Ludger Pistor

Stab

Regie Tom Tykwer
Buch Tom Tykwer
Kamera Frank Griebe
Montage Mathilde Bonnefoy
Musik Tom Tykwer, Johnny Klimek, Reinhold Heil
Sound Design Frank Behnke
Kostüm Monika Jacobs
Maske Margrit Neufink, Jekaterina Oertel
Animation Gil Alkabetz
Produzent*in Stefan Arndt

Zusatzinformationen

35-mm-Kopie: X-Verleih, Berlin