Westberlin, Herbst 1989. Victor ist Filmproduzent. Werbefilmproduzent – jedoch mit dem Gebaren eines Hollywood-Tycoons! Tatsächlich aber steht es schlecht um seine Firma „Sunny Point“. Die Kreditlinie ist weit überschritten, ein Großauftrag platzt. Übrig bleiben Kinospots für kleine Krauter. Allein seine Sekretärin (auf Probezeit) und ein ambitionierter Mitarbeiter halten den Laden am Laufen. Was hier niemand wissen darf: Victor ist ein Flüchtling aus der DDR, er war dort Ingenieur für Plaste und Elaste. Um ein zweites Mal im Westen Starthilfe zu erhalten, springt er noch einmal in die Spree – ausgerechnet am Abend des 9. November.<br /> Die Satire um einen mit allen kapitalistischen Wassern gewaschenen Bitterfelder Selfmademan mit kriminellem Businessplan entstand ganz ohne Fördergelder, dafür mit Improvisationsgeschick und kreativem Input. Neben Filmzitaten und Mauerfallbildern, Videogame-Schnipseln und lokaler Lichtspielwerbung ließ der Regisseur Wolf Vogel in sein Spielfilmdebüt eigene Branchenkenntnisse und DDR-Erfahrungen einfließen. Mit west-östlichem Team und Cast gedreht, unterläuft <em class="film">Sunny Point</em> lieb gewonnene Klischees von den hilfsbedürftigen „Brüdern und Schwestern im Osten“.