Kontrewers

Der Geist eines besessenen Mädchens, das seit Jahrhunderten in einem Stein gefangen ist, begegnet der 102-jährigen Großmutter von Regisseur*in Zuza Banasińska. Die fromme Frau liegt in ihrem Wohnzimmer und wartet auf den Tod. Der Geist fühlt sich zu ihr hingezogen und hält sie für seine lange verschollene Mutter. Was als Spuk beginnt, verwandelt sich in einen surrealen, zärtlichen Dialog. Bei der Begegnung zwischen sich selbst, der Großmutter und dem Stein verwebt Zuza Banasińska Inszeniertes, Dokumentarisches und Archivmaterial. Der Akt des Filmens stellt dabei auch den Versuch dar, die Präsenz der Großmutter einzufangen und die Spuren ihres Lebens sowie der Leben all jener aufzuzeigen, deren Fürsorge und Traumata sie in sich trägt. Kontrewers versteht Besessenheit als eine nichtlineare Form der Kommunikation, als eine Aushandlung der Grenzen zwischen dem Selbst und dem Anderen. Was einst begraben war, taucht zwischen den Generationen wieder auf und zeigt sich in Körpern und Gesten – überall dort, wo Erinnerungen spürbar werden.
von Zuza Banasińska (Regie, Buch), Violeta Paez Armando (Buch)
mit Barbara Ptaszyńska
Niederlande / Polen / Frankreich 2026 Polnisch, Englisch 21' Farbe Weltpremiere | Dokumentarische Form

Mit

  • Barbara Ptaszyńska

Stab

Regie Zuza Banasińska
Buch Zuza Banasińska, Violeta Paez Armando
Kamera Jakub Dylewski
Montage Zuza Banasińska
Musik Constanza Castagnet
Sound Design Zuza Banasińska, Constanza Castagnet, Neval Tarim, Ahmet Türk
Produzent*innen Zuza Banasińska, Aleksandra Aleksander
Koproduzent*in Quentin Just

Produktion

ALE ALE

Warschau, Polen

Koproduktion

Vents Contraires

Paris, Frankreich

Weltvertrieb

Video Power

Maastricht, Niederlande

Zuza Banasińska

Künstler*in und Filmemacher*in aus Warschau, lebt und arbeitet in Amsterdam. Banasińska studierte an der Kunsthochschule Krakau, an der Universität der Künste in Berlin und am Sandberg Instituut in Amsterdam. Banasińskas Arbeiten wurden unter anderem auf dem International Film Festival Rotterdam, dem New York Film Festival und bei Visions du Réel gezeigt. Grandmamauntsistercat war auf über 100 Festivals zu sehen, lief 2024 im Forum Expanded und erhielt den Teddy Award für den besten Kurzfilm.

Filmografie

2018 I Didn’t Go to Crimea and All I Got Was This Alien Message; Kurzfilm 2021 The House That Shadows Built; Kurzfilm 2024 Grandmamauntsistercat; Kurzfilm, Berlinale 2024 2026 Kontrewers; Kurzfilm, Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026