Raspad

Decay | Der Zerfall
Kyiv im April 1986. Der Journalist Zhuravlyev feiert im Freundeskreis seine Rückkehr von einer Griechenlandreise. Einer seiner Freunde ist verhindert: Der Arzt Stepanovich muss sich in der kommenden Nacht in der Arbeiterstadt Prypyat um Strahlenopfer der Reaktorkatastrophe im nahen Tschornobyl kümmern. Als am nächsten Tag deren Evakuierung anläuft, werden Pressevertreter und die Öffentlichkeit beschwichtigt. Doch vergeblich. In Kyiv kommt es zu Panikreaktionen. Zhuravlyev will vom Unglücksort berichten, doch die Sperrzone darf niemand betreten.
Parallel zu diesem Hauptstrang werden ein kleiner Junge, ein Liebespaar mit Motorrad, Flüchtende und Evakuierte zu Zeugen von menschlichem Versagen, harschen Rettungsmaßnahmen und Vorteilsnahme der staatlichen Nomenklatura. Mit Actionszenen und Dokumentaraufnahmen entvölkerter Landstriche ist Raspad Der Zerfall – der erste Spielfilm zur Reaktorkatastrophe von Tschornobyl und bemerkenswerterweise eine US-Koproduktion – Katastrophenfilm, Anklage und Klage zugleich. Denn von Zerfall ist, wie das Atom, auch die Gesellschaft betroffen. Und das formiert sich auf der Bildebene mitunter in effektvollen Realitätsbrüchen.
von Mykhailo Belikov (Regie, Buch), Oleg Prikhodko (Buch)
mit Sergey Shakurov, Tatyana Kochemasova, Stanislav Stankevich, Georgiy Drozd, Aleksey Serebryakov, Marina Mogilevskaya, Aleksey Gorbunov, Anatoli Groshevoy, Natalya Plakhotnyuk, Nikolai Dosenko
UdSSR / Ukrainische SSR / USA 1990 Russisch, Ukrainisch 95' Farbe Altersfreigabe FSK 12

Mit

  • Sergey Shakurov
  • Tatyana Kochemasova
  • Stanislav Stankevich
  • Georgiy Drozd
  • Aleksey Serebryakov
  • Marina Mogilevskaya
  • Aleksey Gorbunov
  • Anatoli Groshevoy
  • Natalya Plakhotnyuk
  • Nikolai Dosenko

Stab

Regie Mykhailo Belikov
Buch Oleg Prikhodko, Mykhailo Belikov
Kamera Vasyl Trushkovskyi, Oleksandr Shyhaiev
Montage Tatjana Magalias
Musik Igor Stentschuk
Sound Design Tom Johnson
Szenenbild Inna Bychenkova
Produzent*innen Michail Kostjuskowski, Peter O. Almond

Zusatzinformationen

DCP: Dovzhenko Centre, Kyiv