Prinz in Hölleland

Prince in Hell
Jockel und Stefan, Bauwagenbewohner in Berlin-Kreuzberg, sind ein schwules Paar. Dass Jockel nebenher auch anonymen Sex hat, will Stefan nicht akzeptieren. Und noch viel weniger, dass sich Jockel neuerdings Heroin spritzt. In Sorge um den Freund nimmt Stefan den Kampf gegen dessen Sucht auf. Doch Jockel will sich nicht belehren lassen. Um an Geld für seinen Dealer zu gelangen, lässt er sich auf ein engeres Verhältnis auch mit dem Wagenburg-Nachbarn Micha ein.
​Prinz in Hölleland erzählt von dieser fatalen Dreiecksbeziehung vor dem Hintergrund der Drogen- und Hausbesetzer-Szene rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor. Mit seinen Schauplätzen in Baulücken und heute legendären Kneipen wie dem Café Anal dokumentiert der Film auch die Freiräume und Lebensentwürfe eines queeren Aussteigermilieus. Plastisch und zuweilen drastisch zeichnet er dessen Protagonisten – Lederkerle und Anarchos, Punks und Transen – wie auch deren Bedrohung durch rechte „Glatzen“. Anders als das titelgebende Puppenspiel des Szene-Narren Firlefanz, das die Filmhandlung ironisch bricht und in dem der Prinz einen Müllerssohn liebt, nimmt das Debüt des damals 25-jährigen Regisseurs kein märchenhaftes Ende.
von Michael Stock (Regie, Buch), Stefan Laarmann (Buch), Wolfram Haack (Buch)
mit Wolfram Haack, Stefan Laarmann, Michael Stock, Andreas Stadler, Nils-Leevke Schmidt, Simone Spengler, Harry Baer, Andreja Schneider
Deutschland 1993 Deutsch 96' Farbe Altersfreigabe FSK 16

Mit

  • Wolfram Haack
  • Stefan Laarmann
  • Michael Stock
  • Andreas Stadler
  • Nils-Leevke Schmidt
  • Simone Spengler
  • Harry Baer
  • Andreja Schneider

Stab

Regie Michael Stock
Buch Michael Stock, Stefan Laarmann, Wolfram Haack
Kamera Lorenz Haarmann
Montage Uwe Lauterkorn
Musik Tom Stern, Alexander Hacke, Chrislo Haas
Sound Design Margarethe Heitmüller
Kostüm Agnes Müller
Maske Volker Paracivini

Zusatzinformationen

DCP: Salzgeber & Co Medien, Berlin