Berlin, Bahnhof Friedrichstraße 1990
© Deutsche Kinemathek / Lilly Grote
Berlin, Bahnhof Friedrichstraße 1990
© Deutsche Kinemathek / Lilly Grote
Berlin, Bahnhof Friedrichstraße 1990
© Deutsche Kinemathek / Lilly Grote
Berlin, Bahnhof Friedrichstraße 1990
© Deutsche Kinemathek / Lilly Grote
Die Mauer ist gefallen. Nun öffnen sich die Türen und Wände verschwinden. Und noch bevor die D-Mark in den Osten fließt, ergießen sich die Menschenströme durch den Bahnhof Friedrichstraße. Ab Juli 1990, nach Inkrafttreten des Staatsvertrags zwischen den zwei deutschen Staaten, werden die Grenzkontrollen hier immer laxer. Vier Filmemacherinnen aus West und Ost beobachten den Abbau der Grenzabfertigungsstellen, den Abriss der Kontrollkabinen. Im Labyrinth des Tränenpalasts spricht ein Grenzbeamter über Ohrmuschelvergleiche „am Fließband“, es wird von erlebten Schikanen und Devisengeschäften berichtet, und Intershop-Verkäuferinnen sinnieren über ihre ungewisse Zukunft.
Madeleine Bernstorff, damals Aufnahmeleiterin, 2021: „Der Bahnhof als ein unscharfes, hyperbewegliches Bild vom Umbau einer Gesellschaft. Von heute aus realisiert sich in dem Film für mich noch deutlicher als damals die Idee, dass bestimmte historische Ereignisse oder politische Zäsuren am besten multiperspektivisch erzählbar sind. Alle vier Autorinnen/Regisseurinnen bringen selbstverständlich ihre Erfahrungen, Fragen und Arbeitshintergründe in den Film ein. Dies führt zu einem Eindruck voller Tiefe und Zwischentöne.“
Madeleine Bernstorff, damals Aufnahmeleiterin, 2021: „Der Bahnhof als ein unscharfes, hyperbewegliches Bild vom Umbau einer Gesellschaft. Von heute aus realisiert sich in dem Film für mich noch deutlicher als damals die Idee, dass bestimmte historische Ereignisse oder politische Zäsuren am besten multiperspektivisch erzählbar sind. Alle vier Autorinnen/Regisseurinnen bringen selbstverständlich ihre Erfahrungen, Fragen und Arbeitshintergründe in den Film ein. Dies führt zu einem Eindruck voller Tiefe und Zwischentöne.“
Stab
| Regie | Konstanze Binder, Lilly Grote, Ulrike Herdin, Julia Kunert |
| Kamera | Konstanze Binder, Lilly Grote, Ulrike Herdin, Julia Kunert |
| Montage | Yvonne Loquens |
| Musik | Jon Rose |
| Sound Design | Maureen Herzfeld-Bergas, Maria Lang |
| Produzent*innen | Ulrike Herdin, Lilly Grote |
Zusatzinformationen
DCP: Deutsche Kinemathek, Berlin
Lilly Grote, Konstanze Binder, Annika Haupts
Die beiden Regisseurinnen im Filmgespräch mit der Programmkoordinatorin.
Berlin, Bahnhof Friedrichstraße 1990 · Retrospektive · 18. Februar 2026
Lilly Grote, Konstanze Binder, Yvonne Loquens
Die beiden Regisseurinnen schauen zusammen mit der Editorin eine Aufnahme von den Dreharbeiten von 1990 an.
Berlin, Bahnhof Friedrichstraße 1990 · Retrospektive · 18. Februar 2026