Früh am Morgen gehen die achtjährige Josephine und ihr Vater Damien zum Fußballspielen in den Park und bekommen mit, wie eine Joggerin von einem Fremden vergewaltigt wird. Damien verfolgt den Täter. Als Josephine später fragt, was der Mann mit der Frau gemacht habe, weicht der Vater aus. Josephine schlägt das Wort „Vergewaltigung“ nach – und beginnt daraufhin, die Welt als einen schmutzigen, gefährlichen Ort zu betrachten. Damien versucht auf seine Weise, mit dem Vorfall fertigzuwerden. Er meldet Josephine für einen Kung-Fu-Kurs an. Auf ihren emotionalen Zustand geht er jedoch nicht ein. Josephine zeigt zunehmend aggressives Verhalten in der Schule. Ihre Klassenkamerad*innen teilt sie in zwei Gruppen ein: Freund*innen, die sie beschützen muss, und Feind*innen, vor denen sie sich selbst schützen muss. Zwischen den Eltern baut sich ein Konflikt im Umgang mit der Situation auf, der sie zusätzlich belastet. Während Josephine versucht zu verstehen, was sie gesehen hat und welche Rolle sie bei der Suche nach Gerechtigkeit spielt, stellt sie sich ihrem eigenen Sicherheitsbedürfnis und wird darüber für ihr Alter ungewöhnlich weise.