Miriam

In diesem filmischen Brief wendet sich die Regisseurin an ihre Tante Miriam, die vor Jahren von ihrem eigenen Partner getötet wurde, und erzählt ihr, wie es war, ohne sie aufzuwachsen, ohne sie zu leben. Ausgehend von Miriams letzter Facebook-Nachricht rekapituliert sie ihre eigene Geschichte, die geprägt ist von der Angst, in einem für Frauen gefährlichen Land zu leben, und von der Komplexität der Tatsache, die einzige Frau in ihrer Familie zu sein. Sie erzählt von ihrer letzten Erinnerung an die Tante, davon, wie sie gelernt hat, sich selbst zu schützen, und von dem Wunsch, einen Weg nach vorne zu finden, ohne die Vergangenheit zu negieren. Die Erzählung gipfelt in einem zutiefst kathartischen Moment: einem Gespräch mit dem Vater, in dem es beiden zum ersten Mal möglich ist, mit Zuneigung, Humor und Nostalgie über die Verstorbene zu sprechen – und so einen Raum für Heilung zu schaffen. 
von Karla Condado (Regie, Buch) Mexiko 2026 Spanisch 20' Schwarz-Weiß Weltpremiere | Dokumentarische Form

Stab

Regie Karla Condado
Buch Karla Condado
Kamera Karla Condado
Montage León Boltvinik
Sound Design Gerardo Berumen
Produzent*in Karla Condado
Koproduzent*in León Boltvinik

Produktion

Bosque de Niebla Cine

Mexiko-Stadt, Mexiko

Weltvertrieb

Quimera Lab

Mexico Stadt, Mexiko

Karla Condado

Die Regisseurin und Kamerafrau wurde 1999 in Puebla, Mexiko, geboren. Sie studierte Film an der Escuela Superior de Cine in Mexiko-Stadt. Yaxche’oob, an dem sie als Kamerafrau beteiligt war, wurde 2024 von der Mexikanischen Akademie der Filmkunst und Filmwissenschaften für einen Ariel als bester Dokumentarkurzfilm nominiert. Für die Arbeit an Miriam erhielt sie ein Stipendium des PECDA-Programms zur Förderung künstlerischen Schaffens und künstlerischer Entwicklung. Sie ist Gründungspartnerin der Produktionsfirma Bosque de Niebla Cine.

Filmografie

2026 Miriam; Kurzfilm

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026