Piedras preciosas

Gemstones
Der junge kolumbianische Einwanderer Machado arbeitet als Weinpflücker auf dem französischen Land. Er scheint außerdem eine kriminelle Vergangenheit zu haben, wird er doch von einer Gangster-Bossin beauftragt, einen wertvollen Smaragd zu stehlen – als Priester verkleidet, aus einer berühmten Kirche nahe Medellín. Der vermeintlich sichere Plan läuft jedoch aus dem Ruder… Bilder und Momente, mit feinem Faden verwoben: Vergnüglich und leichthändig lotet Regisseur Simón Vélez das Gangsterfilm-Genre neu aus. Originelle dramaturgische Pfade statt klassisch linearer Erzählweise prägen den Plot: action- und dialogreduziert, angesiedelt an einzigartigen Schauplätzen, die der Handlung nicht nur Rahmen geben, sondern als kongeniale Einheit mit den Figuren fungieren. Die markante Kamera unternimmt Streifzüge durch die facettenreiche Flora Kolumbiens – schillernd und strahlend zugleich, genau wie das Objekt der Begierde. Imposante Farbkompositionen, energetische Tänze, cooles Kostümdesign: Piedras preciosas ist ein Spielfilmdebüt, das sich Kolumbien-Stereotypen elegant entzieht, die koloniale Geschichte tangiert und zeitlose Pop-Ästhetik pflegt.
von Simón Vélez (Regie), Paulo Carneiro (Buch)
mit Juan Lugo, Laura Taurines, Sofía Jaramillo, Yira Plaza, Daniel Cortés, Chiara Spolaor
Kolumbien / Portugal 2026 Spanisch, Französisch 70' Farbe Weltpremiere | Debütfilm

Mit

  • Juan Lugo
  • Laura Taurines
  • Sofía Jaramillo
  • Yira Plaza
  • Daniel Cortés
  • Chiara Spolaor

Stab

Regie Simón Vélez
Buch Paulo Carneiro
Kamera Mauricio Reyes, Liberman Arango
Montage Juan Cañola
Musik Carlos Quebrada
Sound Design Daniel Giraldo, Juanma López
Kostüm Paula Ciro
Produzent*in Simón Vélez
Executive Producers Simón Vélez, Paulo Carneiro

Produktion

Triángulo

Medellin, Kolumbien

Bam Bam Cinema

Porto, Portugal

Simón Vélez

Simón Vélez, geboren 1990 in Medellín, Kolumbien, ist Regisseur und Produzent. Er studierte Film an der Universidad del Cine (FUC) in Buenos Aires. Sein Kurzfilm La máxima longitud de un puente (2018) erhielt eine lobende Erwähnung beim Filmfestival von Locarno, und Los mayores ríos se deslizan bajo tierra (2022) gewann den Preis für den besten Kurzfilm beim Filmfestival von Valdivia.

Filmografie

2015 Por ver la luz en tus pupilas (The Light in Your Eyes); Kurzfilm 2016 Historia del agua (Water Story); Kurzfilm 2018 La máxima longitud de un puente (Big Bridge); Kurzfilm 2022 Los mayores ríos se deslizan bajo tierra (Underground Rivers); Kurzfilm 2024 Historia del aire (Air Story); Kurzfilm 2026 Piedras preciosas (Gemstones)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026