Anna, eine 38-jährige koreanische Adoptivtochter mit einer kognitiven Behinderung, kümmert sich um ihre alternden Eltern, woraus sich ein fragiles Gleichgewicht gegenseitiger Fürsorge ergibt. Als Florida von einer Hitzewelle heimgesucht wird, kommt Unruhe in die Familie und in Annas tägliche Routine. Anna sieht sich einer ungewissen Zukunft gegenüber, bis es ihr gelingt, eine Welt zu schaffen, in der sie aufblühen kann.<br /> In ihrem einfühlsamen Debütfilm untersucht Liz Sargent die vielfältigen Herausforderungen, mit denen eine besonders verletzliche Familie in einem Vorort von Florida konfrontiert ist. Der Film thematisiert die Missstände des US-amerikanischen Gesundheitssystems sowie die strukturellen Schwierigkeiten, mit denen Menschen mit Behinderung und ihre Familien zu kämpfen haben. Er zeichnet auf sanfte und fantasievolle Weise Annas Weg in die Unabhängigkeit nach und zeigt zugleich ihre Verbundenheit zu ihrer Wahlfamilie. Mal still berührend, mal erfrischend optimistisch erzählt <em class="film">Take Me Home</em> von einer scheinbar ausweglosen Situation und gibt doch Hoffnung für die Zukunft der Protagonistin.