Traces

Der Film nimmt ukrainische Frauen in den Blick, die während des russischen Angriffskriegs sexuelle Gewalt und Folter erlebt haben und sich weigern, darüber zu schweigen. Er begleitet Iryna Dovhan, eine Betroffene, die zur Aktivistin geworden ist und die Erinnerungen betroffener Frauen in den zurückeroberten Gebieten der Ukraine dokumentiert. Anhand ihrer Geschichte schafft der Film das Porträt eines kollektiven Traumas, eröffnet aber auch Raum für Hoffnung. Iryna versammelt Überlebende in einem Kreis aus Mut und Fürsorge. Gemeinsam verwandeln sie ihren Schmerz in Kraft im Kampf für Wahrheit, Gerechtigkeit und gegenseitige Unterstützung. Traces ist nicht nur reine Dokumentation von Kriegsverbrechen, sondern auch ein Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit und die Solidarität unter den Frauen. 
von Alisa Kovalenko (Regie, Buch), Marysia Nikitiuk (Regie)
mit Iryna Dovhan, Tetiana Vasylenko, Liudmyla Mefodiivna, Galyna Tyshchenko, Olha Cherniak, Nina
Ukraine / Polen 2026 Ukrainisch 85' Farbe Weltpremiere | Dokumentarische Form

Mit

  • Iryna Dovhan
  • Tetiana Vasylenko
  • Liudmyla Mefodiivna
  • Galyna Tyshchenko
  • Olha Cherniak
  • Nina

Stab

Regie Alisa Kovalenko, Marysia Nikitiuk
Buch Alisa Kovalenko
Kamera Alisa Kovalenko
Montage Nikon Romanchenko, Alisa Kovalenko, Milenia Fiedler
Musik Wojciech Frycz
Sound Design Mariia Nesterenko, Maciej Amilkiewicz
Produzent*innen Olha Bregman, Natalia Libet
Koproduzent*innen Violetta Kamińska, Izabela Wójcik, Dariusz Jabłoński

Produktion

2Brave Productions

Kiew, Ukraine

Koproduktion

Message Film

Warschau, Polen

Weltvertrieb

Stranger Film Sales

Cannes, Frankreich

Alisa Kovalenko

DIe ukrainische Dokumentarfilmregisseurin und Aktivistin ist für ihre Filme Alisa in Warland und Home Games mehrfach ausgezeichnet worden. Der Jugend-Dokumentarfilm We Will Not Fade Away, der in der kriegsgebeutelten Region Donbass gedreht wurde, feierte seine Premiere 2023 bei Generation. Nach der russischen Invasion kämpfte sie zunächst an der Front und kehrte dann 2025 mit My Dear Theo zum Filmemachen zurück. Sie ist ehemalige Kriegsgefangene und Überlebende konfliktbezogener sexueller Gewalt und engagiert sich im Rahmen von SEMA Ukraine für Opfer sexueller Gewalt und für Menschenrechte. 

Filmografie (Auswahl)

2015 Alisa w krainie wojny (Alisa in Warland); Dokumentarfilm, Koregie Lyubov Durakova 2018 Home Games; Dokumentarfilm 2023 We Will Not Fade Away; Dokumentarfilm, Berlinale 2023 · Girl Away from Home; Kurz-Dokumentarfilm, Koregie Simon Lereng Wilmont 2025 My Dear Theo; Dokumentarfilm 2026 Traces; Dokumentarfilm, Koregie Marysia Nikitiuk, Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026

Marysia Nikitiuk

Nach ihrem Abschluss an der Karpenko-Karyi-Universität in Kyiv begann die Filmemacherin 2012 als Drehbuchautorin zu arbeiten. Ihre Kurzfilme wurden unter anderem bei internationalen Festivals wie Locarno, Clermont-Ferrand und dem Cairo International Film Festival präsentiert. Ihr erster Langfilm, When the Trees Fall, feierte seine Premiere im Panorama. 2019 wurde Evge von Nariman Aliev, an dessen Drehbuch sie mitgeschrieben hatte, in Cannes uraufgeführt. Seit April 2023 leitet sie gemeinsam mit der Stiftung „Voices of Children“ Storytelling-Kurse mit Elementen der Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche, die vom Krieg betroffen sind.

Filmografie (Auswahl)

2014 In Trees; Kurzfilm 2015 Mandrake; Kurzfilm 2016 Rabies: Skaz; Kurzfilm 2018 Koly padayut dereva (When the Trees Fall); Berlinale 2018 2022 Lucky Girl 2026 Traces; Dokumentarfilm, Koregie Alisa Kovalenko, Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026