Once Again... (Statues Never Die)

„Nichts ist belebender als das Gefühl einer gemeinsamen kulturellen Vergangenheit“, sagte der bekannte Philosoph und Kulturkritiker Alain Locke, der „Vater der Harlem-Renaissance“. Der Film untersucht seinen Verdienst um die Kunst und lädt zu kritischen Gesprächen über die afrikanische materielle Kultur und ihren Einfluss auf die Schwarze Kulturbewegung und die europäische Moderne ein. Für Locke lag der Wert afrikanischer Kulturartefakte auch in ihrer Bedeutung für die afrikanische Diaspora.
Isaac Julien drehte in Schwarzweiß an zentralen Orten: am Pitt Rivers Museum der Universität Oxford, wo Locke der erste Schwarze Rhodes-Stipendiat war, in der Barnes Collection und in der Pennsylvania Academy of Fine Arts in Philadelphia. Er greift Themen wieder auf, die er in seinem bahnbrechenden Film Looking for Langston (1989) behandelte, und setzt seine Erforschung der queeren Subkultur der Harlem Renaissance fort. Once Again... (Statues Never Die) ist die poetische Restitution eines vernachlässigten künstlerischen Erbes, in dem die Vergangenheit allgegenwärtig und dessen Zukunft noch ungewiss ist.
von Isaac Julien (Regie)
mit André Holland, Danny Huston, Sharlene Whyte, Devon Terrell, Alex Part, Leah Harvey, Alice Smith
Vereinigtes Königreich 2025 Englisch 32' Schwarz-Weiß Weltpremiere

Mit

  • André Holland (Alain Locke)
  • Danny Huston (Dr. Albert C. Barnes)
  • Sharlene Whyte (Kuratorin)
  • Devon Terrell (Richmond Barthé)
  • Alex Part (Beauty)
  • Leah Harvey (Museumsbesucherin)
  • Alice Smith (herself)

Stab

Regie Isaac Julien
Kamera Nina Kellgren, Bradford Young
Montage Adam Finch, Paul Smith
Musik Dennis Hamm, Matthew Lee
Sound Design Andy Cowton
Szenenbild Derek Brown
Casting Gary Davy
Produzent*innen Andrew Fierberg, Angie Daniell
Executive Producer Mark Nash

Produktion

JN Films

London, Vereinigtes Königreich

Isaac Julien

Der 1960 in London geborene Künstler und Filmemacher zeigte seinen Debütfilm Looking for Langston 1989 im Panorama und wurde mit dem Teddy Award ausgezeichnet. Young Soul Rebels gewann 1991 den Kritikerpreis der Semaine de la Critique in Cannes. 2008 erhielt er den Special Teddy für Derek über Derek Jarman. Seine Filme und Installationen wurden vielfach in renommierten internationalen Museen gezeigt, zuletzt widmete das Tate Britain in London ihm eine Soloausstellung, die auch in Deutschland und den Niederlanden gezeigt wurde. Julien ist Professor für Kunst an der University of California Santa Cruz und leitet dort gemeinsam mit Mark Nash das Moving Image Lab. Er erhielt den Charles Wollaston Award der Royal Academy of Arts sowie den Goslarer Kaiserring und wurde 2022 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Filmografie (Auswahl)

1983 Who Killed Colin Roach?; Kurzfilm 1984 Teritories; Kurzfilm 1986 The Passion of Remembrance (Die Leidenschaft der Erinnerung); Co-Regie 1987 This Is Not an AIDS Advertisement; Kurzfilm 1989 Looking for Langston; Kurzfilm 1991 Young Soul Rebels 1993 The Attendant; Kurzfilm 1994 The Darker Side of Black; Dokumentarfilm 1996 Frantz Fanon, Black Skin White Mask; Dokumentarfilm 2002 BaadAsssss Cinema; Dokumentarfilm 2008 Derek; Dokumentarfilm 2010 Better Life 2014 Playtime 2019 Lessons of the Hour 2025 Once Again... (Statues Never Die); Kurzfilm

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025