Il portiere di notte

The Night Porter | Der Nachtportier
Lucia Atherton, aus Österreich stammende Ehefrau eines amerikanischen Dirigenten, erkennt 1957 im Nachtportier eines Wiener Hotels den SS-Offizier wieder, der im Konzentrationslager ihr Peiniger war. Auch der einstige KZ-Arzt Maximilian Aldorfer erinnert sich sofort an die junge Frau. Damals verband ihn eine sadomasochistische Beziehung mit der Gefangenen. Und erneut verfallen sie in Abhängigkeit zueinander. Als Wiener Nazis nach Lucia suchen, um die unliebsame Zeugin ihrer Verbrechen aus dem Weg zu räumen, nimmt Max sie in seiner Wohnung auf. Sukzessive verschieben sich die früheren Machtverhältnisse zwischen den beiden, während draußen die Verfolger lauern … Liliana Cavanis Film war in Italien zeitweilig verboten. Als „skandalös“ wurden nicht zuletzt Charlotte Ramplings provokante Posen empfunden. Doch vor allem war es die Ambiguität ihres Charakters, die entweder Widerspruch oder Faszination auslöste. Mit streichholzkurzen Haaren, einer SS-Offiziersmütze auf dem Kopf, langen schwarzen Handschuhen an den Armen und einer Männerhose mit Hosenträgern über dem entblößten Oberkörper wurde sie zu einer androgynen Pop-Ikone in den sexuellen Subkulturen der 1970er-Jahre.
von Liliana Cavani
mit Dirk Bogarde, Charlotte Rampling, Philippe Leroy, Gabriele Ferzetti, Giuseppe Addobbati, Isa Miranda, Nino Bignamini, Marino Masè
Italien 1974 Englisch 119’ Farbe Altersfreigabe FSK 16

Mit

  • Dirk Bogarde
  • Charlotte Rampling
  • Philippe Leroy
  • Gabriele Ferzetti
  • Giuseppe Addobbati
  • Isa Miranda
  • Nino Bignamini
  • Marino Masè

Stab

Regie Liliana Cavani
Buch Liliana Cavani, Italo Moscati nach einer Idee von Barbara Alberti, Liliana Cavani, Amedeo Pagani
Kamera Alfio Contini
Montage Franco Arcalli
Musik Daniele Paris
Ton Eugenio Rondani, Decio Trani
Szenenbild Nedo Azzini
Kostüm Piero Tosi
Produzent*innen Robert Gordon Edwards, Esa de Simone

Liliana Cavani

Filmografie

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019