Late Bloomers

Weit mehr als die Hälfte ihres Lebens haben Adam und Mary gemeinsam verbracht – seit mehr als 30 Jahren sind die beiden verheiratet. Längst schon sind die Kinder aus dem Haus; alle Höhen und Tiefen einer Ehe scheinen Adam und Mary gemeinsam erlitten oder ausgekostet zu haben. Eigentlich sollten nun ruhige Jahre vor den beiden liegen. Doch dann schleichen sich Irritationen in ihren Alltag ein. Beide müssen erkennen, dass das Alter nicht spurlos an ihnen vorübergeht.
Mary klagt über Gedächtnisprobleme. Ist sie einfach nur zerstreut? Oder kündigt sich bei ihr bereits eine Demenz an? Adam war immer erfolgreich als Architekt. Diesen Nimbus möchte er nicht verlieren. So wie es war, soll alles bleiben. Vielleicht etwas zu forciert umgibt er sich deshalb mit jungen Damen. Dabei sind der berufliche Erfolg und seine ökonomische Basis längst nicht mehr in dem Maße vorhanden, wie Adam dies gern nach außen darstellen möchte.
Langsam driften Mary und er auseinander – bis die endgültige Trennung unvermeidbar zu sein scheint. Auch ihre Kinder spüren das. Gern möchten sie die Ehe ihrer Eltern kitten, müssen allerdings erkennen, dass ihre Interventionen aus der Distanz fruchtlos sind. Allzu lange schon leben sie ihr eigenes Leben. So bleibt ihnen erst einmal nicht anderes übrig, als darauf zu hoffen, dass Adam und Mary sich vielleicht doch noch eines Besseren besinnen.
von Julie Gavras
mit Isabella Rossellini, William Hurt, Joanna Lumley, Simon Callow
Frankreich / Großbritannien / Belgien 2010 95’

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Gaumont

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