The Bengali Detective

Kalkutta ist eine der großen Megacitys der Welt. Mehr als 15 Millionen Menschen sollen in dieser Metropolregion des indischen Bundesstaates Westbengalen leben. Angesichts der infrastrukturellen Unübersichtlichkeit haben viele Anwohner das Vertrauen in die staatlichen Behörden verloren, so dass hier, aber auch in anderen indischen Städten, ein traditionsreiches Gewerbe eine neue Blüte erlebt – das des Privatdetektivs.
Über zwei Jahre hinweg haben sich die Filmemacher an die Fersen eines dieser privaten Ermittler geheftet. Rajesh Ji ist der Anführer eines kleinen Teams, das landesweit tätig ist. Rajesh Ji ist trotz seines Übergewichts ein begeisterter Tänzer – den heimlichen Traum, als Tanzstar Karriere zu machen, hat er niemals aufgegeben. Indische Song-and-Dance-Musik spielt in seinem Alltag – und damit auch im Film – eine wichtige Rolle.
Drei Fälle hat Rajesh Ji aufzuklären. Im ersten geht es um Falschmünzerei, das Delikt mit der höchsten Zuwachsrate in Asien; im zweiten um Ehebruch und häuslichen Missbrauch; im dritten um einen der brutalsten Dreifachmorde, die in Kalkutta je begangen wurden. Bei ihren Ermittlungen kommen die Detektive mit Vertretern aller Schichten in Kontakt, mit Geschäftsleuten ebenso wie mit kleinen Handwerkern aus den Slums oder reichen Ehefrauen.
Entspannung finden Rajesh und seine Kollegen beim Tanz. Regelmäßig treffen sie sich einmal in der Woche, um für eine Talent-Show im Fernsehen zu proben. Und tatsächlich erreicht sie eines Tages der Anruf: Sie wurden auserwählt, an dem Tanzwettbewerb teilzunehmen …
von Phil Cox Großbritannien / USA / Österreich 2010 91’

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