Berlinale: Perspektive Deutsches Kino


Perspektive Deutsches Kino

Die Perspektive Deutsches Kino zeigt inhaltliche und stilistische Trends beim deutschen Film-Nachwuchs, Bekanntes und Unerwartetes. Die Sektion gibt einen Ausblick auf das zukünftige Profil des deutschen Kinos. Sie fördert Regie-Talente, die mit ihren Ideen und deren visueller Umsetzung dabei sind, sich einen Platz in der etablierten deutschen Kinolandschaft zu erobern.

Für das Programm werden etwa zwölf Filme des jüngsten Jahrgangs ausgewählt. Gezeigt werden Spiel- und Dokumentarfilme ab einer Laufzeit von 20 Minuten. Das Spektrum potenzieller Filme wird bewusst möglichst offen gehalten, um auch Filmhochschularbeiten zu integrieren – deshalb gibt es so gut wie keine formalen Beschränkungen.

Die stärkere Einbindung des deutschen Films in die Berlinale war eines der Kernanliegen von Dieter Kosslick bei seinem Debüt als Festivaldirektor im Jahr 2002. Mit der Perspektive Deutsches Kino hat er erstmals eine eigene Sektion geschaffen, die sich diesem Wunsch widmet und dem Nachwuchsfilm eine Möglichkeit zur Präsentation bietet. Seit 2010 leitet Linda Söffker die Sektion.

Für alle Filmanmeldungen gelten die Allgemeinen Anmelde- und Teilnahmerichtlinien.

1 – Zugelassene Filme

Weltpremieren werden bevorzugt. Eine vorherige Teilnahme an einem Filmfestival muss allerdings kein Ausschlusskriterium sein.

Für die Perspektive Deutsches Kino zugelassen sind deutsche Spiel, Dokumentar- und Experimentalfilme mit einer Mindestlänge von 20 Minuten.

Vorführformate: DCP, HDCAM, QuickTime ProRes 422 und 35mm (kinoabhängig)

Die Anmeldegebühr beträgt € 150 für Langfilme und € 60 für Filme bis 45 Minuten.

Für Hochschuleinreichungen gelten besondere Konditionen (zu erfragen bei oder Brigitte Abel )

2 – Auswahl und Programmierung

Die Auswahl erfolgt unter den im Artikel 1 formulierten Kriterien und lässt neben Spielfilmen ausdrücklich auch einen angemessenen Anteil von Dokumentar- und Experimentalfilmen zu.

Die Sektion Perspektive Deutsches Kino ist eine Veranstaltung, die von Vertretern des Offiziellen Programms und des Forums zusammengestellt wird.

Die Programmierung der eingeladenen Filme der Sektion Perspektive Deutsches Kino wird allein von deren Leiterin im Auftrag des Festivaldirektors vorgenommen.

Die ausgewählten Filme werden im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin bis zu vier Mal vorgeführt.

3 – Fassung

Alle eingeladenen Filme werden in der Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. Die Kosten der Untertitelung gehen zu Lasten der Produzenten.

Die Sektion Perspektive Deutsches Kino ist nicht kompetitiv und vergibt keine eigenen Preise

Sektionsübergreifende Preise bzw. Preise unabhängiger Jurys:

  • GWFF Preis Bester Erstlingsfilm (dotiert mit 50.000 Euro)
  • Glashütte Original Dokumentarfilmpreis (dotiert mit 50.000 Euro)
  • Teddy Award (je Spielfilm, Dokumentarfilm)

Hinweis:
Selbstverständlich werden deutsche Produktionen nicht nur in der Perspektive, sondern auch in allen anderen Sektionen des Festivals gezeigt. Darüber hinaus gibt es die dem European Film Market angegliederte Reihe LOLA at Berlinale, welche vorausgewählte Filme für die Nominierung zum Deutschen Filmpreis präsentiert und auf eine erfolgreiche internationale Vermarktung deutscher Produktionen zielt.

Kontakt

Perspektive Deutsches Kino
Tel. +49 · 30 · 259 20 · 456
Fax +49 · 30 · 259 20 · 471