Berlinale: Generation


Generation

Seit 1978 widmet die Berlinale eine Sektion speziell Kindern und Jugendlichen: Generation. In den zwei Wettbewerben Generation Kplus und Generation 14plus werden Entdeckungen des internationalen Gegenwartskinos auf Augenhöhe junger Menschen präsentiert und mit den Gläsernen Bären und den Preisen der internationalen Jurys ausgezeichnet. Mehr als 65.000 Zuschauer besuchen jährlich die Filmvorführungen in fünf verschiedenen Spielstätten. Die Premieren in Generation werden im Haus der Kulturen der Welt sowie im Zoo Palast gefeiert.

Generation beteiligt Kinder und Jugendliche am filmkünstlerischen Diskurs des Festivals und ist zugleich Ort für Begegnungen über Altersgrenzen hinweg. Gespräche im Kinosaal bieten dem Publikum wie den Filmemachern und Fachbesuchern die Möglichkeit, ihre Begeisterung zu teilen und in der kritischen Auseinandersetzung neue Blickwinkel auf das filmische Werk zu entdecken.

Filme auf Augenhöhe

Generation ist eindeutig in der Ansprache des Publikums, beschränkt sich jedoch nicht in der Auswahl der Filme. Im Zentrum stehen Werke, die thematisch und formal mit der Erfahrungswelt von Kindern oder Jugendlichen verbunden sind. Das Programm umschließt dabei gleichermaßen herausragende Kinder- und Jugendfilme sowie Filme, die sich bei unverändert offener Zielgruppenzuschreibung auch für junge Menschen eignen. Für dieses erweiterte Vermarktungspotential bietet Generation in Kooperation mit dem European Film Market einen weltweit einzigartigen Standort. Zusätzlich machen Cross-Section-Vorführungen bei Generation ausgewählte Filme anderer Sektionen für Zuschauer unter 18 Jahren zugänglich.

Für alle Filmanmeldungen gelten die Allgemeinen Anmelde- und Teilnahmerichtlinien.

1 – Zugelassene Filme

Vorführformate im Festival: DCP, HDCAM, QuickTime ProRes 422 oder 35mm (kinoabhängig)

Für Generation zugelassen sind

Langfilme (mindestens 60 Minuten) sowie
Kurzfilme (maximal 20 Minuten), die

  • in Europa noch nicht kommerziell ausgewertet wurden (für europäische Filme: Auswertung im Ursprungsland erlaubt).
  • noch auf keinem anderen europäischen Festival gezeigt wurden (für europäische Filme: im Ursprungsland ist die Teilnahme an nationalen Festivals, nationalen Reihen oder expliziten Kinder- bzw. Jugendfilmfestivals erlaubt).
  • außerhalb ihres Ursprungslandes weder im Fernsehen noch im Internet und als VOD präsentiert wurden.

Im Falle internationaler Koproduktionen gilt das Hauptproduktionsland als Ursprungsland.

2 – Auswahl und Programmierung

Der Direktor des Festivals lädt auf Vorschlag der Sektionsleiterin die Filme ein, die im Programm von Generation gezeigt werden. Die Leiterin entscheidet auch darüber, in welchem Wettbewerb innerhalb der Sektion ein eingeladener Film programmiert wird. Ein Auswahlgremium unterstützt und berät die Sektionsleiterin bei ihrer Arbeit.

3 – Fassung und Untertitel

Alle eingeladenen Filme werden in ihrer Originalfassung mit englischen Untertiteln vorgeführt. Die Kosten der Untertitelung gehen zu Lasten des Produzenten. Als Originalfassung gilt jede Fassung, in welcher der Film in seinem Ursprungsland gezeigt wird oder werden soll.

Die Filme von Generation Kplus werden während der Vorführung zusätzlich von professionellen Sprechern deutsch eingesprochen. Deshalb ist für jeden in diesem Wettbewerb eingeladenen Film eine vollständige Dialogliste in der Originalsprache erforderlich.

Im Wettbewerb Generation Kplus:

Über die Vergabe der Gläsernen Bären für die besten Lang- und Kurzfilme entscheidet eine elfköpfige Kinderjury im Alter zwischen elf und 14 Jahren.

Über die Vergabe der Preise, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk, entscheidet die Internationale Jury von Generation Kplus. Die Jury besteht aus drei Filmschaffenden.

Im Wettbewerb Generation 14plus:

Über die Vergabe der Gläsernen Bären für die besten Lang- und Kurzfilme entscheidet eine siebenköpfige Jugendjury im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.

Über die Vergabe der Preise, gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung, entscheidet die Internationale Jury von Generation 14plus. Die Jury besteht aus drei Filmschaffenden.

Die Mitglieder aller Jurys werden vom Direktor des Festivals auf Empfehlung der Sektionsleiterin berufen.

Personen, die an der Produktion oder der kommerziellen Auswertung eines Wettbewerbsfilmes beteiligt sind, dürfen nicht der Jury desselben Wettbewerbs angehören.

Die Jurys tagen separat und beraten sich nach unterschiedlichen Kriterien, die sie auch selbst bestimmen. Die Sektionsleiterin kann bei den Verhandlungen anwesend sein, nimmt aber nicht an den Abstimmungen teil. Die Entscheidungen der Jurys werden mehrheitlich gefällt. Die Mitglieder der Jurys sind zum Stillschweigen verpflichtet, auch nach Abschluss des Festivals.

Im Wettbewerb Generation Kplus:

Die Kinderjury vergibt an den Regisseur je eines Films obligatorisch folgende Preise:

  • den Gläsernen Bären für den Besten Film
  • den Gläsernen Bären für den Besten Kurzfilm

Zusätzlich kann die Kinderjury in beiden Kategorien je eine Lobende Erwähnung vergeben, deren Definition alljährlich erfolgt.

Die Internationale Jury von Generation Kplus vergibt an den Regisseur je eines Films obligatorisch folgende Preise:

  • Großer Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den Besten Film, im Wert von € 7.500, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk
  • Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den Besten Kurzfilm, im Wert von € 2.500, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk

Zusätzlich kann die Internationale Jury von Generation Kplus in beiden Kategorien je eine Lobende Erwähnung vergeben, deren Definition alljährlich erfolgt.

Im Wettbewerb Generation 14plus:

Die Jugendjury vergibt an den Regisseur je eines Films obligatorisch folgende Preise:

  • den Gläsernen Bären für den Besten Film
  • den Gläsernen Bären für den Besten Kurzfilm

Zusätzlich kann die Jugendjury in beiden Kategorien je eine Lobende Erwähnung vergeben, deren Definition alljährlich erfolgt.

Die Internationale Jury von Generation 14plus vergibt an den Regisseur je eines Films obligatorisch folgende Preise:

  • Großer Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den Besten Film, im Wert von € 7.500, gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den Besten Kurzfilm, im Wert von € 2.500, gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung

Zusätzlich kann die Internationale Jury von Generation 14plus in beiden Kategorien je eine Lobende Erwähnung vergeben, deren Definition alljährlich erfolgt.

Sektionsübergreifende Preise bzw. Preise unabhängiger Jurys:

  • GWFF Preis Bester Erstlingsfilm (dotiert mit 50.000 Euro)
  • Glashütte Original Dokumentarfilmpreis (dotiert mit 50.000 Euro)
  • Teddy Award
  • Friedensfilmpreis

Jedem vorgeführten Film wird ein Teilnahmezertifikat ausgestellt.

Weitere Informationen zu den Preisen der Berlinale finden Sie unter Preise und Jurys.

Generation pflegt eine enge Verbindung zu den Berliner Schulen. Frühzeitiges Bereitstellen von Informationen, Kartenbestellmöglichkeiten und eine Vielzahl an Vormittagsvorführungen machen den Festivalbesuch für Schulklassen leicht möglich.

Neben dem regulären Festivalbesuch bietet die Berlinale jährlich rund 50 Lehrern aller Schultypen die Möglichkeit, am Berlinale Schulprojekt teilzunehmen. Sie sehen die Filme von Generation bereits vor dem Festival. Anschließend wählen sie einen Film aus, den sie zum Festival mit ihrer Klasse besuchen und im Rahmen des Unterrichts bearbeiten wollen. Die filmpädagogische Begleitung erfolgt durch den Projektleiter Dr. Martin Ganguly, der von Kathrin Hillers unterstützt wird.

Je nach Schwerpunktsetzung werden die Filme soziopolitisch, historisch oder unter künstlerischen Gesichtspunkten betrachtet und in die Unterrichtsthemen eingebunden. Die filmpädagogischen Methoden sind dabei vielfältig. Rollenspiele, Theaterstücke, Interviews oder auch der Vergleich mit einem literarischen Werk sind nur einige Wege, sich offen und experimentierfreudig auf das filmische Medium einzulassen.

Das Berlinale Schulprojekt wird vom bundesweiten Netzwerk für Film- und Medienkompetenz „Vision Kino“ unterstützt. Alle Ergebnisse werden im Anschluss an das Festival auf der Website www.visionkino.de veröffentlicht. „Vision Kino“ bietet Lehrkräften darüber hinaus ganzjährig zahlreiche weitere Informationen und Hilfsmittel für die Arbeit mit Filmen im Unterricht.

Bei weiteren Fragen zum Berlinale Schulprojekt oder zum Besuch des Festivals mit Schülergruppen wenden Sie sich bitte an .

Gruppenkartenbestellungen sowie eine Vielzahl von Vormittagsvorführungen machen den Festivalbesuch für Schulklassen und Gruppen leichter möglich.

Jedes Jahr können Gruppentickets (ab 5 Personen) telefonisch über die Generation-Hotline bestellt werden und am Generation-Schalter im Berlinale-Service-Center abgeholt werden. Daten und Telefonnummern zur Bestellung entnehmen Sie bitte unseren Generation-Broschüren, die im Vorfeld des Festivals im Printformat und auch zum Download zur Verfügung stehen oder den festivalübergreifenden Ticketinformationen.

Aufgrund des großen Andrangs und um lange Wartezeiten zu vermeiden, möchten wir Sie bitten, bei Ihrem Anruf folgende Informationen bereit zu halten:

  • Titel oder Ticketcode des gewünschten Films
  • Daten der Vorstellung sowie benötigte Anzahl der Karten
  • Für den Fall, dass ihre Wunschveranstaltung nicht verfügbar ist, halten Sie bitte eine mögliche Alternative bereit.

Einzelkarten können Sie über den regulären Ticketverkauf erwerben.

Kontakt

Sektionsleiterin
Maryanne Redpath

Tel. +49 30 25920-422
Fax +49 30 25920-429