Berlinale: Preise Unabhängige Jurys


Preise von unabhängigen Jurys

Als unabhängig gelten Jurys, die ihre Preise im Namen externer, vom Festival unabhängiger Organisationen und Institutionen vergeben. Das hohe Qualitätsniveau und die Vielfalt im Festival-Programm laden dazu ein, sich kritisch mit dem Medium auseinanderzusetzen und mit einem eigenen Werturteil Akzente zu setzen. Dementsprechend vergeben die unabhängigen Jurys ihre Preise nach unterschiedlichen Kriterien, je nach dem speziellen Anliegen, das sich mit der Auszeichnung verbindet.

Seit 1992 sind die internationalen Filmorganisationen der evangelischen und der katholischen Kirchen - Interfilm und Signis - durch eine aus sechs Mitgliedern bestehende gemeinsame ökumenische Jury vertreten. Die Jury vergibt ihren Hauptpreis für einen Film aus dem Wettbewerb, sowie je einen mit 2.500 Euro dotierten Preis für einen Film aus der Sektion Panorama und aus dem Programm des Forums.

Die Jury ehrt mit den Preisen Filmschaffende, die in ihren Filmen ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht, oder die es in ihren Filmen schaffen, die Zuschauer für spirituelle, menschliche und soziale Werte zu sensibilisieren.

Preisträger Wettbewerb 2013

Gloria
von Sebastián Lelio

Jurybegründung:
In Würdigung dieses erfrischenden und ansteckenden Plädoyers für die Feier des Lebens, zu der wir alle eingeladen sind, unabhängig von Alter oder Verfassung. Der Film zeigt, dass auch die Schwierigkeiten zu einem Leben in Fülle gehören.


Lobende Erwähnung:
Epizoda u životu berača željeza (An Episode in the Life of an Iron Picker)
von Danis Tanović

Jurybegründung:
Für den mitfühlenden Blick auf Menschen, die häufig unsichtbar bleiben, und die Darstellung ihrer Würde, Widerstandskraft und der damit verbundene Lebenswille.

Preisträger Panorama 2013

The Act of Killing
von Joshua Oppenheimer

Jurybegründung:
Dieser zutiefst verstörende Film deckt die Massenmorde in Indonesien im Jahr 1965 auf und zeigt die Monstrosität dieser Verbrechen. Er öffnet die Wunde, die die Taten hinterlassen haben und setzt auf die entlarvende Wirkung der Freilegung dieses Grauens.


Lobende Erwähnung:
Inch'Allah
von Anaïs Barbeau-Lavalette

Jurybegründung:
Für seine treffenden Metaphern, Bilder und Geschichten, die Mitgefühl wecken: für den Blickwinkel der Frauen im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts. Bestimmte Lebenssituationen machen es äuβerst schwierig, neutral zu bleiben.

Preisträger Forum 2013

Krugovi (Circles)
von Srdan Golubović

Jurybegründung:
Für seine überzeugende Darstellung der menschlichen Fähigkeit, scheinbar unüberwindliche Vorurteile aufzubrechen und Heilung durch Versöhnung zu erreichen.


Lobende Erwähnung:
Senzo ni naru (Roots)
by Kaoru Ikeya

Jurybegründung:
Für dieses beeindruckende Beispiel eines Neubeginns nach der Tsunami-Katastrophe im März 2011. Im Zentrum des Films steht ein alter Reisbauer, der die Kraft für den Wiederaufbau seines Hauses aus der reichen spirituellen Tradition seiner Heimat schöpft.

Jurymitglieder 2013
Gustavo Andujar (Juryvorsitzender)
Jean-Luc Gadreau
Markus Leniger
Charles Martig
Maggie Morgan
Roland Wicher

Die Jurys der „Fédération Internationale de la Presse Cinématographique“ (FIPRESCI), des internationalen Verbands der Filmkritik, sichten Filme aus dem Programm des Wettbewerbs und in den Sektionen Panorama und Forum. Pro Sektion wird ein Preis für den besten Film vergeben.

Preisträger Wettbewerb 2013

Poziţia Copilului (Child's Pose)
von Călin Peter Netzer

Preisträger Panorama 2013

Inch'Allah
von Anaïs Barbeau-Lavalette

Preisträger Forum 2013

Hélio Oiticica
von Cesar Oiticica Filho

Jurymitglieder 2013
Alin Tasciyan (Jurypräsident)
Mohammed Rouda
Mode Steinkjer
Ninos Feneck Mikelides
Baptiste Etchegaray
Eberhard von Elterlein
Dana Linssen
Anjelika Artyukh
Christoph Schmitz

Die Jury der „Gilde deutscher Filmkunsttheater“ setzt sich aus drei Juroren zusammen, die Kinobetreiber und Mitglieder der Gilde sind. Sie vergibt ihren Preis an einen Film des Wettbewerbs.

Preisträger 2013

Gloria
von Sebastián Lelio

Jurymitglieder 2013
Adrian Kutter
Gerhard Bingenheimer
Petra Rockenfeller

Für die „Confédération Internationale des Cinémas D´Art et Essai" (C.I.C.A.E.), den Internationalen Verband der Filmkunsttheater, sind zwei Jurys auf der Berlinale tätig: eine vergibt einen Preis an einen Film des Panoramas, eine kürt einen Film des Forums.

Preisträger Panorama 2013

Rock the Casbah
von Yariv Horowitz

Die Jury würdigt einstimmig die Kraft der Inszenierung und das Thema des Films. Auf intelligente Weise erzählt der Regisseur einerseits eine sehr persönliche Situation im israelisch-palästinensischen Konflikt und andererseits eine universelle Geschichte über die Unsinnigkeit des Krieges.

Preisträger Forum 2013

Grzeli nateli dgeebi (In Bloom)
von Nana Ekvtimishvili und Simon Groß

Panorama Jurymitglieder 2013
Iris Praefke
Marianne Piquet
Francesca Bolognesi

Forum Jurymitglieder 2013
Gabor Böszörményi
Mario Fortin
Dirk Van der Straaten

Das „Label Europa Cinemas“ wurde auf dem Filmfestival in Cannes 2003 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Initiative ist die Förderung europäischer Filme, ihres Verleihs und ihrer Wahrnehmung beim Publikum und in den Medien. Es wird jeweils ein europäischer Film der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes und seit 2004 auch der Venice Days in Venedig mit dem Label durch eine Jury von fünf Mitglieds-Kinobetreibern ausgezeichnet. 2005 wurde diese Auszeichnung zum ersten Mal auf der Berlinale vergeben, und zwar an einen europäischen Film des Panoramas.

Preisträger 2013

The Broken Circle Breakdown
von Felix van Groeningen

Jurybegründung:
Felix van Groeningen ist ein wahrhaftiger Filmemacher. Die Beobachtung der Beziehungen zwischen einer Mutter, einem Vater und ihrer todkranken Tochter geschieht auf eine bewundernswerte und originelle Art und Weise. Uns hat dabei insbesondere die Kameraarbeit gefallen, die nichtlineare Erzählstruktur und die Tatsache, dass trotz des schwierigen Themas simple emotionale Manipulationen vermieden werden. Die Musik der Bluegrass-Band der Eltern ist dabei nicht nur der Soundtrack, sondern auch eine Quelle der Hoffnung und der Energie für alle Beteiligten. Die klare Botschaft lautet, dass wir in wissenschaftliche Forschung investieren müssen und verhindern, dass sich Religion oder Politik zu stark einmischen.

Jurymitglieder 2013
Tanja Milicic
Gerardo De Vivo
Anne Kellner
Irina Efstratiou

Der TEDDY AWARD, der bedeutendste queere Filmpreis der Welt, ist eine gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, die Filmen und Personen zugute kommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und somit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.

Der Preis wird im Rahmen der Berlinale in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Dokumentar-/Essayfilm und Bester Kurzfilm sowie als Special TEDDY AWARD an herausragende Persönlichkeiten vergeben. Filme aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin konkurrieren jedes Jahr um die TEDDY AWARDS.

Bester Spielfilm 2013

W imię... (In the Name of)
von Małgośka Szumowska

Teddy Jury Award 2013

Concussion
von Stacie Passon

Bester Dokumentar-/Essayfilm 2013

Bambi
von Sébastien Lifshitz

Bester Kurzfilm 2013

Ta av mig (Undress Me)
von Victor Lindgren

Jurymitglieder 2013
Martha Arredondo
Benoît Arnulf
Dilcia Barrera
Katja Briesemeister
Ljosha Chashchyn
Pavel Cortés
Johanna Hakanen
Sophie Lin
Gerardo Pérez Meliá

Im elften Jahr der Sektion Perspektive Deutsches Kino rief die Berlinale 2012 den von Glashütte Original gestifteten „Made in Germany - Förderpreis Perspektive“ ins Leben. Das mit 15.000 € dotierte Stipendium zur Unterstützung von jungen deutschen Regisseuren/-innen bei der Projekt-, Stoff- und Drehbuchentwicklung geht an ein Regietalent der Perspektive Deutsches Kino. Teilnahmeberechtigt sind alle Regisseure/-innen, die bei der vergangenen Berlinale einen Film im Programm der Perspektive hatten.

Preisträger 2013

Jan Speckenbach
für Das Klopfen der Steine, sein Treatment zu einem Musical-Porträt des Nachkriegs-Berlins

Jurymitglieder 2013
Hans-Christian Schmid
Nicolette Krebitz
Heino Deckert

Seit 2004 wird der Preis „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ in der Sektion Perspektive Deutsches Kino verliehen. Bereits zum zehnten Mal ist das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) der Stifter des „DFJW-Preis Dialogue en perspective“, dotiert mit 5.000 €. Der Preis ist das Ergebnis eines interkulturellen filmischen Diskurses junger Menschen aus drei Ländern: Frankreich, Deutschland und ein jährlich wechselndes Gastland.

Der Preis wird an einen Film verliehen, der es vermag, kritische Jugendliche der drei Nationen gleichermaßen zu beeindrucken. Die Jury besteht aus sieben Mitgliedern und einem Jurypräsidenten/ einer Jurypräsidentin. Die Jurymitglieder werden mittels einer öffentlichen Ausschreibung vom Preisstifter ausgewählt. Die Jurypräsidentin oder der -präsident sind Persönlichkeiten, die sich für einen filmischen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich engagieren. Diese Jury ist die einzige auf der Berlinale, deren Zusammensetzung öffentlich ausgeschrieben wird. Details zur Ausschreibung finden Sie hier.

Preisträger 2013

Zwei Mütter
von Anne Zohra Berrached

Anne Zohra Berracheds Festivalbeitrag Zwei Mütter hat die Jury sowohl durch seine filmästhetische Form als auch seine inhaltliche Tiefe und Authentizität überzeugt. In einer zurückgenommenen Farblichkeit und dem authentischen Spiel der beiden Protagonistinnen nähert sich der Film auf sehr zarte Weise einem politischen Thema an, ohne dabei politisierend sein zu wollen.

Durch seine äußere Form, aber auch die sehr gelungene Anleitung der zahlreichen Laiendarsteller zeigt uns der Film ein überzeugendes Porträt einer schwierigen Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen und ihrem Wunsch nach Zweisamkeit und Familie. Der Regisseurin gelingt es, auf intelligente Weise zwischen den beiden klassischen Genres des Dokumentar- und Spielfilms eine weitere Perspektive zu eröffnen, in der beide Formen ihren Platz finden und ineinander übergehen.


Lobende Erwähnung:
Chiralia
von Santiago Gil

Jurymitglieder 2013
Emily Atef (Präsidentin)
Tatiana Ilona Braun
Clara Chapus
Théophile Foucart
Regina Karl
Johannes Lehnen
Florian Targa
Jorge Henrique Vieira Rodriguez

Die aus drei Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Caligari-Filmpreis an einen Film des Forums. Der Preis wird vom „Bundesverband kommunale Filmarbeit“ und der Zeitschrift „film-dienst“ gestiftet. Er ist mit 4.000 Euro dotiert, wobei die eine Hälfte an den Regisseur des Films geht, die andere den Verleih fördert.

Preisträger 2013

Hélio Oiticica
von Cesar Oiticica Filho

Jurybegründung:
Ganz im Sinne Jack Smiths muss man Hélio Oiticica einen flammenden Film nennen. Die Found-Footage-Montage von Cesar Oiticica Filho, Neffe des brasilianischen Künstlers Hélio Oiticica, ist eine rauschhafte Erzählung aus Bildern, Bewegungen und Texturen, aus Farben, Rhythmen und Tönen, die Oiticicas Grenzgängertum – zwischen Kunst und Film, zwischen Malerei, Skulptur und körperlicher Erfahrung – zu ihrem zentralen Gestaltungsprinzip macht. Unterschiedliche, teils heterogene Medien und Materialien treffen aufeinander und werden organisch miteinander verwoben, von Film- und Tonarchivaufnahmen über Fotografien bis hin zu Skizzen und Zeichnungen, vom groben Korn des Filmbildes mit seinen Kratzern und seinem wilden Geflackere bis hin zu den glatten Oberflächen digitaler Bildmedien. Hélio Oiticica ist ein musikalischer Film und nicht nur, weil in ihm wunderschöne Musik zu hören ist: Er ist bestimmt von Rhythmen und Tempowechseln, mal fließt er dahin, dann wieder produziert er einen kaum zu bändigenden Überschuss; so werden rasante Schnittfrequenzen aus Standbildern mit fluiden Kamerafahrten durch Räume und Installationen des Künstlers abgewechselt.
Der schillernde Erzähler des Films ist dabei Hélio Oiticica selbst. Ebenso wie der Künstler die Malerei in den Raum erweiterte und Körper in Skulpturen verwandelte, geht auch seine Erzählung über die Grenzen einer Künstlerbiografie weit hinaus. Die Slums von Rio de Janeiro, die Tropicália-Bewegung als Gegenentwurf zur repressiven Politik der Militärdiktatur, künstlerische Produktivität in London und die Kunst des Müßiggangs in New York: Oiticica streift das urbane Leben ebenso wie die brasilianische Musik- und Filmszene und den New Yorker Underground. Und er berichtet mitunter geradezu entfesselt von seinen vielfältigen Interessen, Einflüssen und Begegnungen, von der Schönheit und Gefahr der Straße – eine „sexuelle Initiation“ – , von Samba, Kokain, Jimi Hendrix’ intensiver Beziehung zu seiner E-Gitarre, von Karnevalsumzügen, den labyrinthischen Architekturen der Favelas, dem Navigationssinn der Ameisen. Hélio Oiticica ist anti-akademische (Kunst-)Geschichtsschreibung und eine Absage an freudlose kuratorische Verwaltungsarbeit. Seiner kreativen Praxis gab der Künstler zuletzt den Namen „Delirium Ambulatório“. Was immer das bedeuten mag: Hélio Oiticica ist eine Einladung, sich davon infizieren zu lassen.

Jurymitglieder 2013
Jutta Beyrich
Lena Martin
Esther Buss

Das „Network for the Promotion of Asian Cinema“ (NETPAC) ist ein Zusammenschluss von Festivalorganisatoren und Filmkritikern, die sich die Förderung des asiatischen Films zum Ziel gesetzt haben. Die Jury sichtet asiatische Filme im Programm des Forums.

Preisträger 2013

Lamma shoftak (When I Saw You)
von Annemarie Jacir

Jurymitglieder 2013
Ken'ichi Okubo
Nora Hoppe
Ahmet Boyacioglu

Die Jury besteht aus neun Mitgliedern, die Filme aus allen Sektionen sichten. Der Preis wird in Form einer Bronzeplastik von Otmar Alt verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Friedensfilmpreis steht unter Schirmherrschaft der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / IPPNW. Er wird getragen von der Friedensinitiative Zehlendorf, der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Internationalen Auschwitz Komitee und der IPPNW.

Preisträger 2013

A World Not Ours
von Mahdi Fleifel

Jurybegründung:
Der dänisch-palästinensische Regisseur Mahdi Fleifel stammt aus dem Flüchtlingslager Ain el-Helweh, einem der ältesten im Süd-Libanon. Sein Vater und er dokumentieren mit der Kamera das Leben der Familie und des Lagers, mit liebevollem Blick und Humor – über dreißig Jahre hinweg. Deutlich wird die zermürbende Situation der Menschen ohne Hoffnung und Zukunft im Lager, das zu einer Insel der Isolation wird. Aus Fleifels Erinnerungen entsteht ein dichtes Bild vom Leben im Niemandsland.
Der Film befreit sich völlig von den üblichen Schemata der Einordnung der Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern. So wird er zu einem Plädoyer für einen neuen Friedensprozess im Nahen Osten.
Immer mehr Menschen leben über längere Zeiträume in den Flüchtlingslagern unserer Erde. Sie hoffen immer noch auf ein Leben in Würde und darauf in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Jurymitglieder 2013
Christoph Heubner
Mehdi Benhadj-Djilali
Monica Ch. Puginier
Marianne Wündrich-Brosien
Helgard Gammert-Jakli
Pary El-Qalqili
Sobo Swobodnik
Claudia Gehre
Martin Zint

Die deutsche Sektion von Amnesty International verlieh auf der Berlinale 2005 erstmalig den Amnesty International Filmpreis. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Jury sichtet Filme der Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und Generation und richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf Dokumentationen. Ziel des Preises ist es, die Aufmerksamkeit von Fachbesuchern und breitem Publikum auf das Thema Menschenrechte zu lenken und Filmemacher dazu zu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen.

Preisträger 2013

The Rocket (Die Rakete)
von Kim Mordaunt

Jurymitglieder 2013
Aelrun Goette
Katja Riemann
Markus Beeko

Mit diesem entwicklungspolitischen Sonderpreis zeichnet das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen Film aus, der sich auf herausragende Weise mit einem globalen Thema beschäftigt und zum Dialog einlädt – sei es über Klimawandel, Migration, Ausbildung oder Menschenrechtsverletzungen. Der Preis wird an einen Spiel- oder Dokumentarfilm aus den Sektionen Wettbewerb, Forum, Panorama oder Generation vergeben. „Was geht mich das an?“, oder „Was kann ich tun?“ – diese Fragen beantworten alle acht nominierten Filme auf kreative Weise.

Preisträger 2013

Art/Violence
von Udi Aloni, Batoul Taleb und Mariam Abu Khaled

Art/Violence zeigt künstlerischen Widerstand gegen Unterdrückung und erforscht mutig ein sensibles Thema. Die Schönheit der Energie wird mit der begeisterten und leidenschaftlichen Stimme der Jugend zum Ausdruck gebracht. Die verschiedenen Erzählstränge verbinden furchtlos das Alte, das Neue und die Zukunft. Art/Violence hat das Herz am rechten Fleck und setzt die Kunst sehr fantasievoll ein.

Jurymitglieder 2013
Thomas Heinze
Ernst Szebedits
Djo Munga
Charles Achaye-Odong

Eine aus drei Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst an einen Dokumentar-, Spiel- oder Essayfilm der Sektion Panorama. Der Preis wird von der DEFA-Stiftung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Filme, die sich sozialen und politischen Fragen der Gegenwart und Geschichte mit außergewöhnlichen ästhetischen Mitteln annehmen.

Preisträger 2013

Naked Opera
von Angela Christlieb

Jurymitglieder 2013
Karim Ainouz
Stefanie Eckert
Stefan Carow

Leser- und Publikumspreise

Für den PanoramaPublikumsPreis können alle Besucher der Berlinale mittels Stimmzetteln votieren. Der Preis wird seit 1999 verliehen und verdankt sich einer gemeinsamen Initiative des Berliner Stadtmagazins tip, des Radiosenders radioeins und des Panoramas.

Preisträger Spielfilm 2013

The Broken Circle Breakdown
von Felix van Groeningen

Preisträger Dokumentarfilm 2013

The Act of Killing
von Joshua Oppenheimer

Die Jury besteht aus zwölf Lesern der Tageszeitung „Berliner Morgenpost“. Es wird ein Spielfilm des Wettbewerbs prämiert.

Preisträger 2013

Uroki Garmonii (Harmony Lessons)
von Emir Baigazin

Jurymitglieder 2013
Holger Beisitzer
Christoph Burtscher
Maria Geczi
Zoe Hagen
Marianne Kunert
Monika Richter
Serafin Fernandez Rodriguez
Claudia Scheede
Uwe Schmidt
Ann-Kristin Spindler
Katja Techritz
Christian Wagner

Seit der Berlinale 2007 beruft auch der „Tagesspiegel“ eine Leserjury. Sie besteht aus neun Mitgliedern, die in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt werden. Der Leserpreis des Tagesspiegel geht an den besten Film des Forums.

Preisträger 2013

Die Jury, die sich aus sieben Lesern der „Siegessäule“, einem schwul-lesbischen Berliner Stadtmagazin, zusammensetzt, sichtet Filme aller Sektionen, die in einem schwul-lesbischen Kontext stehen. Der Leserpreis wird an einen Langfilm verliehen.

Preisträger 2013

W imię... (In the Name of)
von Małgośka Szumowska

Jurybegründung:
Ein Film, der authentisch von einem Tabuthema erzählt, und zugleich eine Aufforderung an die katholische Kirche, endlich zu ihren schwulen Priestern zu stehen.

Jurymitglieder 2013
Johanna Behre
Katjana Brennecke
Thomas Eichinger
Jörn Heller
Olaf Mamczek
Birte Rohles
Cosmo Zwiebler

Preise des Berlinale Talent Campus

Der Talent Project Market bietet ca. zehn am Talent Campus teinehmenden Produzenten und Regisseuren die Möglichkeit, ihr Projekt potentiellen Koproduzenten und Finanziers im Berlinale Co-Production Market vorzustellen. ARTE vergibt seit 2011 den mit 6.000 Euro dotierten ARTE International Prize an eins der ca. zehn für den Talent Project Market ausgewählten Projekte.

Preisträger 2013

Petar Valchanov aus Bulgarien
Für The Lesson

Das Sound Studio ist ein Hands-on Programm für alle teilnehmenden Sound Designer und Filmkomponisten des Berlinale Talent Campus. Es beschäftigt sich in Workshops, Case Studies und Präsentationen praktisch und theoretisch mit den Möglichkeiten der Tongestaltung im Film und reflektiert die Wichtigkeit und inhaltliche Präsenz der Tonebene im Bereich Sound Design und Score. Der Dolby® Sound Mark Award wird in diesem Rahmen an das beste Sound Mark Konzept für den Campus-Trailer verliehen. Der Preis beinhaltet eine einwöchige Reise in die Dolby® Tonstudios in Los Angeles, wo der Gewinner in Begleitung von Dolby® Sound Consultants einen Einblick hinter die Kulissen der Hollywood Studios erhält.

Preisträger 2013

Rutger Reinders aus den Niederlanden

Der Talent Project Market bietet ca. zehn am Talent Campus teilnehmenden Produzenten und Regisseuren die Möglichkeit, ihr Projekt potentiellen Koproduzenten und Finanziers im Berlinale Co-Production Market vorzustellen. Seit 2004 wird der mit 10.000 Euro dotierte VFF Talent Highlight Pitch Award im Rahmen des Talent Project Market von der VFF - Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten gestiftet. Eine internationale Jury vergibt den Preis an das erfolgversprechendste Projekt mit den größten Aussichten auf Produktionsrealisierbarkeit und Herstellung als Filmwerk.

Preisträger 2013

Geordie Sabbagh aus Kanada
Für Two Guys who Sold the World

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