Berlinale: Preise Unabhängige Jurys


Preise von unabhängigen Jurys

Als unabhängig gelten Jurys, die ihre Preise im Namen externer, vom Festival unabhängiger Organisationen und Institutionen vergeben. Das hohe Qualitätsniveau und die Vielfalt im Festival-Programm laden dazu ein, sich kritisch mit dem Medium auseinanderzusetzen und mit einem eigenen Werturteil Akzente zu setzen. Dementsprechend vergeben die unabhängigen Jurys ihre Preise nach unterschiedlichen Kriterien, je nach dem speziellen Anliegen, das sich mit der Auszeichnung verbindet.

Seit 1992 sind die internationalen Filmorganisationen der evangelischen und der katholischen Kirchen - Interfilm und Signis - durch eine aus sechs Mitgliedern bestehende gemeinsame ökumenische Jury vertreten. Die Jury vergibt ihren Hauptpreis für einen Film aus dem Wettbewerb, sowie je einen mit 2.500 Euro dotierten Preis für einen Film aus der Sektion Panorama und aus dem Programm des Forums.

Die Jury ehrt mit den Preisen Filmschaffende, die in ihren Filmen ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht, oder die es in ihren Filmen schaffen, das Publikum für spirituelle, menschliche und soziale Werte zu sensibilisieren.

Preisträger Wettbewerb 2017

Testről és lélekről
von Ildikó Enyedi

Lobende Erwähnung:
Una mujer fantástica
von Sebastián Lelio

Preisträger Panorama 2017

Tahqiq fel djenna
von Merzak Allouache

Lobende Erwähnung:
I Am Not Your Negro
von Raoul Peck

Preisträger Forum 2017

Maman Colonelle
von Dieudo Hamadi

Lobende Erwähnung:
El mar la mar
von Joshua Bonnetta und J.P. Sniadecki

Jurymitglieder 2017
Jurypräsident: Dr. theol. Charles Martig
Annette Gjerde Hansen
Rev. Dr. theol. Hermann Kocher
Dr. phil. Markus Leniger
Prof. S. Brent Rodriguez-Plate
Zsuzsanna Bányai

Die Jurys der „Fédération Internationale de la Presse Cinématographique“ (FIPRESCI), des internationalen Verbands der Filmkritik, sichten Filme aus dem Programm des Wettbewerbs und in den Sektionen Panorama und Forum. Pro Sektion wird ein Preis für den besten Film vergeben.

Preisträger Wettbewerb 2017

Testről és lélekről
von Ildikó Enyedi

Jurybegründung
Testről és lélekről ist eine eigenwillige Liebesgeschichte, lyrisch und voller Humor, die sich allen gesellschaftlichen Konventionen widersetzt.
Der Film beeindruckt uns mit seiner stilistischen Feinsinnigkeit und Eloquenz, er zieht uns hinein in seine Freude am Leben und Lieben.

Preisträger Panorama 2017

Pendular
von Julia Murat

Jurybegründung
Pendular erhält den FIRPESCI-Preis in der Sektion Panorama für seine herausragende visuelle Qualität und seine erzählerische Kraft, die in einem präzisen Portrait zweier zeitgenössischer Künstler resultiert. Der Ausdruck der modernen und unerschrockenen Choreografie menschlicher Beziehungen in der Geschichte verbindet sich vollkommen mit der ästhetischen und dramaturgischen Originalität des Films.

Preisträger Forum 2017

Shu'our akbar min el hob
von Mary Jirmanus Saba

Jurybegründung
Dies ist ein Film, der genaue Beobachtung und Sensibilität, multiple Perspektiven, sehr verschiedenes Bildmaterial, mehrere persönliche Geschichten und Schicksale zu einer kollektiven Geschichte eines Landes und einer Generation verbindet.
Voller Melancholie, ist er doch voller Hoffnung und der Sehnsucht nach einer besseren Zukunft.
Dokumentarisches Kinos im besten Sinn ist dies aufregend, spannend, ermutigend. Mary Jirmanus Saba gelingt ein sehr tapferer und reifer Film, der seinem Publikum viel über die unbekannte Geschichte des Nahen Ostens erzählt.
Eine Suche ohne eine bestimmte Antwort, aber mit vielen Hinweisen und produktiven Fragen – ein Film, der nach Ende der Vorführung noch lange weiterlebt. Das Gefühl das darin mitlebt, ist in de Tat »größer als Liebe«. Es ist ein Gefühl für Andere, für die Gesellschaft, für die Menschheit. Wir nennen es Politik.

Jurymitglieder 2017

Wettbewerb
Alin Öjeni Tasçiyan (Jury-Präsidentin)
Dubravka Lakic
Denise Bucher

Panorama
Kerem Akca
Alejandra Trelles
Jennifer Borrmann

Forum
Sasja Koetsier
Rasha Hosny
Rüdiger Suchsland

Die Jury des „Gilde Filmpreis“ setzt sich aus drei Juror*innen zusammen, die Kinobetreiber*innen und Mitglieder der AG Kino - Gilde e.V. sind. Sie vergibt ihren Preis an einen Film des Wettbewerbs.

Preisträger 2017

The Party
von Sally Potter

Jurymitglieder 2017
Adrian Kutter
Sybille Mollzahn
Edgar A. Langer

Für die „Confédération Internationale des Cinémas D´Art et Essai" (C.I.C.A.E.), den Internationalen Verband der Filmkunsttheater, sind zwei Jurys auf der Berlinale tätig: eine vergibt einen Preis an einen Film des Panoramas, eine kürt einen Film des Forums.

Preisträger Panorama 2017

Centaur
von Aktan Arym Kubat

Preisträger Forum 2017

Newton
von Amit V Masurkar

Jurymitglieder 2017

Panorama
Andrea Crozzoli
Afshin Izanlou
Jean Paul Noret

Forum
Pedro Barbadillo
Tanja Milicic
Rainer Wothe

Das „Label Europa Cinemas“ wurde auf dem Filmfestival in Cannes 2003 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Initiative ist die Förderung europäischer Filme, ihres Verleihs und ihrer Wahrnehmung beim Publikum und in den Medien. Es wird jeweils ein europäischer Film der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes und seit 2004 auch der Venice Days in Venedig mit dem Label durch eine Jury von fünf Mitgliedskinobetreiber*innen ausgezeichnet ausgezeichnet. 2005 wurde diese Auszeichnung zum ersten Mal auf der Berlinale vergeben, und zwar an einen europäischen Film des Panoramas.

Preisträger 2017

Insyriated
von Philippe Van Leeuw

Jurymitglieder 2017
Alice Black
Pierre-Alexandre Moreau
Monica Naldi
Feliks Wagner

Der Teddy Award, der bedeutendste queere Filmpreis der Welt, ist eine gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, die Filmen und Personen zugutekommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und somit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.

Der Preis wird im Rahmen der Berlinale in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Dokumentar-/Essayfilm und Bester Kurzfilm sowie als Special Jury Award vergeben. Filme aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin konkurrieren jedes Jahr um die Teddy Awards.

Bester Spielfilm 2017

Una mujer fantástica
von Sebastián Lelio

Nominiert
God’s Own Country
The Wound

Bester Dokumentar-/Essayfilm 2017

Ri Chang Dui Hua
von Hui-chen Huang

Nominiert:
Chavela
I Am Not Your Negro

Bester Kurzfilm 2017

Min Homosyster
von Lia Hietala

Special Jury Award 2017

Karera ga Honki de Amu Toki Wa
von Naoko Ogigami

Special Teddy Award 2017

Monika Treut

Jurymitglieder 2017
Gizem Bayiksel
Sachiko Imai
Hassan Kamoga
Saadat Munir
Marjo Pipinen
Carl Spence
Martin Wolkner

Die aus fünf Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Caligari-Filmpreis an einen Film des Forums. Der Preis wird vom „Bundesverband kommunale Filmarbeit“ und der Zeitschrift „film-dienst“ gestiftet. Er ist mit 4.000 Euro dotiert, wobei die eine Hälfte an die Regisseur*innen des Films geht, die andere den Verleih fördert.

Preisträger 2017

El mar la mar
von Joshua Bonnetta und J.P. Sniadecki

Jurymitglieder 2017
Sarah Adam
Fiona Berg
Julia Teichmann

Die Jury besteht aus sieben Mitgliedern, die Filme aus allen Sektionen sichten. Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 € dotiert und wird in Form einer Bronzeplastik von Otmar Alt verliehen. Getragen wird der Preis von der Friedensinitiative Zehlendorf, der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Weltfriedensdienst e.V..

Preisträger 2017

El Pacto de Adriana
von Lissette Orozco

Jurymitglieder 2017
Burhan Qurbani
Teboho Edkins
Helgard Gammert
Ulrike Gruska
Till Passow
Yael Inokai
Miraz Bezar

Die deutsche Sektion von Amnesty International verlieh auf der Berlinale 2005 erstmalig den Amnesty International Filmpreis. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Jury sichtet Filme der Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und Generation und richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf Dokumentationen. Ziel des Preises ist es, die Aufmerksamkeit von Fachbesucher*innen und breitem Publikum auf das Thema Menschenrechte zu lenken und Filmschaffende dazu zu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen.

Preisträger 2017

La libertad del diablo
von Everardo González

Jurymitglieder 2017
Aylin Tezel
Oliver Hirschbiegel
Anne-Cathrine Paulisch

Eine aus drei Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst an einen Dokumentar-, Spiel- oder Essayfilm der Sektion Panorama. Der Preis wird von der DEFA-Stiftung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Filme, die sich sozialen und politischen Fragen der Gegenwart und Geschichte mit außergewöhnlichen ästhetischen Mitteln annehmen.

Preisträger 2017

Fünf Sterne
von Annekatrin Hendel

Jurymitglieder 2017
Angelo Acerbi
Peter Ziesche
Melanie Hauth

Leser- und Publikumspreise

Für den Panorama Publikums-Preis können alle Besucher*innen der Berlinale mittels Stimmzetteln votieren. Der Preis wird seit 1999 verliehen und verdankt sich einer gemeinsamen Initiative des Radiosenders radioeins und des Panoramas.

Preisträger Spielfilm 2017

Insyriated
von Philippe Van Leeuw


2. Platz
Karera ga Honki de Amu toki wa
von Naoko Ogigami

3. Platz
1945
von Ferenc Török

Preisträger Dokumentarfilm 2017

I Am Not Your Negro
von Raoul Peck


2. Platz
Chavela
von Catherine Gund und Daresha Kyi

3. Platz
Istiyad Ashbah
von Raed Andoni

Die Jury besteht aus zwölf Lesern der Tageszeitung „Berliner Morgenpost“. Es wird ein Spielfilm des Wettbewerbs prämiert.

Preisträger 2017

Testről és lélekről
von Ildikó Enyedi

Seit der Berlinale 2007 beruft auch der „Tagesspiegel“ eine Leserjury. Sie besteht aus neun Mitgliedern, die in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt werden. Der Leserpreis des Tagesspiegel geht an den besten Film des Forums.

Preisträger 2017

Maman Colonelle
von Dieudo Hamadi

Die Leser*innen-Jury des MÄNNER-Magazins vergibt den mit 1.000 Euro dotierten HARVEY im Rahmen der Preisverleihung der Teddy Awards. Filme aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin konkurrieren jedes Jahr um den Preis.

Preisträger 2017

God’s Own Country von Francis Lee

Jurymitglieder 2017
Hannes Richter
Katayun Pirdawari
Stephanie Rohde
Ulf Spengler

Förderpreise

Eine dreiköpfige Jury vergibt den Kompass-Perspektive-Preis an den besten Film aus dem aktuellen Programm der Perspektive Deutsches Kino. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Als Trophäe bekommt die Regisseurin oder der Regisseur einen Kompass überreicht.

Preisträger 2017:

Die beste aller Welten von Adrian Goiginger

Jurybegründung

Der siebenjährige Adrian wächst mit seiner liebevollen, heroinabhängigen Mutter und ihren Freunden im Salzburg der 90er Jahre auf. Sein Leben ist ein Abenteuerspielplatz - bis sowohl das Jugendamt als auch die Brutalität der Abhängigkeit seine Welt zu zerstören drohen.
Der Regisseur Adrian Goiginger, der hier seine eigene Kindheit erzählt, zeigt auf verstörend authentische Art einen scheinbar ausweglosen Kampf zwischen Mutterliebe und Sucht. Ob die Droge selbst oder aber der gesellschaftliche Umgang damit die größere Bedrohung für das Kind darstellen, lässt er offen.
Deshalb berührt der Film mit seinem sensibel inszenierten, herausragenden Ensemble, ohne kitschig zu werden und geht mit seiner unprätentiösen Bildgestaltung unter die Haut, ohne voyeuristisch zu sein.


Sonderpreis der Jury

Final Stage
von Nicolaas Schmidt

Jurybegründung

Der Film Final Stage von Nicolaas Schmidt ist ein Montageexperiment im urbanen Konsumraum. Er besteht aus drei Sequenzen - Trennung, Schmerz und Wiedervereinigung. Der Film macht das Kino zu einem interaktiven Ort, an dem die Assoziationen des Zuschauers zum Narrativ werden. Mit diesem Preis wollen wir junge Filmemacher ermutigen, formale Risiken einzugehen.

Jurymitglieder 2017
Sigrid Hörner
Feo Aladag
Johannes Naber

Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino vergeben gemeinsam ab 2017 jährlich den Kompagnon–Förderpreis. Teilnahmeberechtigt sind Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen eines Kurz- oder Langfilms aus dem jeweils letzten Jahrgang der Perspektive Deutsches Kino sowie dauerhaft in Deutschland lebende Teilnehmende der „Script Station“, „Doc Station“ oder „Short Film Station“ der aktuellen Edition von Berlinale Talents.

Eine dreiköpfige Jury wählt jeweils eine*n Gewinner*in von Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino aus. Neben einem Stipendium von 5.000 Euro (2.500 Euro für Kurzfilme) zur unabhängigen Drehbuch- bzw. Projektentwicklung bietet der „Kompagnon“ ein Mentorenprogramm zur Stärkung der künstlerischen Handschrift, berufsbegleitende Coachings sowie die bessere Vernetzung mit der Branche.

Preisträger 2017

Perspektive Deutsches Kino: Levin Peter und Elsa Kremser für Der grüne Wellensittich

Die Begründung der Jury im Wortlaut:

Der grüne Wellensittich spielt in Weißrussland und erzählt die Geschichte des 34-jährigen Mischa, der nachts als Obduktionsassistent arbeitet und tagsüber Leichen auf Öl malt. Er trifft auf die 17-jährige Anna, deren gescheiterter Suizidversuch ihre Begegnung erst möglich macht. Ihrer beider Einsamkeit führt sie zur zwanghaften Beschäftigung mit dem Tod - woraus die Autor*innen Levin Peter und Elsa Kremser die schönsten Formen von Lebendigkeit erwachsen lassen: Kreativität und Liebe.
Es ist ein Spielfilmentwurf mit realen Protagonist*innen, allen voran Mischa, der sich selbst spielen soll. Dieses Verweben von dokumentarischem Prinzip mit inszenatorischer Gestaltung, dieses experimentelle Tasten in der Mischform verspricht einen formal und inhaltlich außergewöhnlichen Film. Auch weil die Autor*innen niemals zu bewerten, zu deuten scheinen – weder die Menschen selbst, noch die Welt, in der sie sich zu definieren suchen. Nein, sie beobachten und lassen dabei Räume entstehen, die von eindringlichen Bildern und Charakteren getragen werden und nicht von einem auktorialen Erzählwillen.
Wenn das radikale Vertrauen in den eigenen Stoff stärker ist, als alle Ängste vor Ablehnung, können Filme mit Herzschlag entstehen, die unvergesslich bleiben. Der grüne Wellensittich trägt dieses Potential in sich.

Berlinale Talents: Nora Fingscheidt für Systemsprenger

Die Begründung der Jury im Wortlaut:

Systemsprenger von Nora Fingscheidt entwirft die Geschichte der neunjährigen Benni, die als Schwererziehbare, von ihrer überforderten Mutter aufgegeben, durch alle behördlichen Erziehungsraster fällt – bis der Sozialarbeiter Micha beschließt, eine wirkliche persönliche Beziehung zu dem Kind zu riskieren, und dabei seine Grenzen übertritt.
Ein beklemmendes, einfühlsames und genau recherchiertes Szenario über unser pädagogisches System und ein ergreifendes, humanistisches Plädoyer für die „Schwierigen”, die Nicht-Konformen, die vermeintlich Dysfunktionalen.
Nora Fingscheidt verzichtet darauf, Antworten zu geben, sondern lässt die Fragen, die sie stellt, in einem Echoraum weiterschwingen. Systemsprenger hat so unsere Herzen berührt und unser Denken nachhaltig bewegt.

Jurymitglieder 2017
Sigrid Hörner
Feo Aladag
Johannes Naber

ARTE vergibt seit 2011 den mit 6.000 Euro dotierten ARTE International Prize an eins der für den Berlinale Co-Production Market ausgewählten Projekte.

Preisträger 2017

Lost Country von Vladimir Perišić (Serbien), produziert von KinoElektron (Frankreich), MPM Film (Frankreich) und Trilema Films (Serbien)

Eurimages vergab 2015 erstmals den mit 20.000 Euro dotierten Eurimages Co-Production Development Award an die Produzent*innen eines der ausgewählten Projekte des Berlinale Co-Production Market. Berücksichtigt werden Projekte in der offiziellen Auswahl, die als Kino-Co-Produktion zwischen mindestens zwei Eurimages-Mitgliedsländern geplant sind. Es darf sich dabei nicht um rein finanzielle Co-Produktionen handeln. Herausragende künstlerische Qualität und die Chancen des Projektes, als mehrheitlich europäische Co-Produktion realisiert zu werden, sind die Hauptkriterien bei der Vergabe des Preises.

Preisträger 2017

Razor Film Produktion (Deutschland) für The Wife of the Pilot (Regie: Anne Zohra Berrached)

Der Talent Project Market bietet zehn an Berlinale Talents teilnehmenden Produzent*inne die Möglichkeit, ihre Projekte potentiellen Co-Produzent*innen und Finanziers im Berlinale Co-Production Market vorzustellen. Seit 2004 wird der mit 10.000 Euro dotierte VFF Talent Highlight Award im Rahmen des Talent Project Market von der VFF - Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten gestiftet. Eine internationale Jury vergibt neben dem Hauptpreis zwei Nominierungspreise à 1.000 Euro.

Preisträger 2017

Produzentin Nefes Polat (Türkei) für The Bus to Amerika (Regie: Derya Durmaz)

Jedes Jahr vergibt die Robert Bosch Stiftung drei Filmförderpreise für internationale Zusammenarbeit zwischen jungen Filmschaffenden aus Deutschland und ihren Partner*innen aus der arabischen Welt (Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga). Die Preise werden in den Kategorien kurze Animation, Dokumentarfilm (Kurz- oder Langfilm) und Kurzspielfilm verliehen. Filmschaffende der Fachrichtungen Produktion, Regie, Kamera und Drehbuch wird die Möglichkeit geboten, im jeweils anderen Land neue Arbeitsweisen und Stile kennenzulernen. Die Preisverleihung des Filmförderpreises findet während Berlinale Talents statt.

Preisträger 2017

In der Kategorie Animationsfilm:
Night
Director: Ahmad Saleh (Jordanien)
Produzenten: Jessica Neubauer (Deutschland), Saleh Saleh (Jordanien)

In der Kategorie Kurzspielfilm:
The Trap
Regie: Nada Riyadh (Ägypten)
Produzenten: Eva Schellenbeck (Deutschland), Ayman El Amir (Ägypten)

In der Kategorie Dokumentarfilm:
Behind Closed Doors (Mor l'Bab)
Regie: Yakout Elhababi (Marokko)
Produzenten: Karoline Henkel (Deutschland), Hind Saih (Marokko/Frankreich)