Berlinale: Preise Unabhängige Jurys


Preise von unabhängigen Jurys

Als unabhängig gelten Jurys, die ihre Preise im Namen externer, vom Festival unabhängiger Organisationen und Institutionen vergeben. Das hohe Qualitätsniveau und die Vielfalt im Festival-Programm laden dazu ein, sich kritisch mit dem Medium auseinanderzusetzen und mit einem eigenen Werturteil Akzente zu setzen. Dementsprechend vergeben die unabhängigen Jurys ihre Preise nach unterschiedlichen Kriterien, je nach dem speziellen Anliegen, das sich mit der Auszeichnung verbindet.

Seit 1992 sind die internationalen Filmorganisationen der evangelischen und der katholischen Kirchen - Interfilm und Signis - durch eine aus sechs Mitgliedern bestehende gemeinsame ökumenische Jury vertreten. Die Jury vergibt ihren Hauptpreis für einen Film aus dem Wettbewerb, sowie je einen mit 2.500 Euro dotierten Preis für einen Film aus der Sektion Panorama und aus dem Programm des Forums.

Die Jury ehrt mit den Preisen Filmschaffende, die in ihren Filmen ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht, oder die es in ihren Filmen schaffen, die Zuschauer für spirituelle, menschliche und soziale Werte zu sensibilisieren.

Preisträger Wettbewerb 2015

El botón de nácar
von Patricio Guzmán

Jurybegründung

Patrizio Guzmáns Dokumentarfilm zeigt uns die bewegende Geschichte der Menschen von Patagonien und Chile, die uns daran erinnert, dass menschliches Leiden und Ungerechtigkeit nicht auf einzelne politische oder gesellschaftliche Systeme beschränkt sind. Indem er das Wasser nicht nur als symbolisches Material, sondern auch als natürliches Element benutzt, stellt er die konkrete Geschichte der Opfer des Landes, von den präkolonialen Ureinwohner bis zu den Gegnern von Pinochets Militärdiktatur, in den Raum der gesamten Menschheit.

Preisträger Panorama 2015

Ned Rifle
von Hal Hartley

Jurybegründung
Als letzter Teil einer Trilogie lässt sich Hartleys Ned Rifle auch als selbständige, mitreißende Studie über die menschliche Natur und religiöse Motive verstehen. Ned Rifle, die Hauptfigur, verlässt mit 18 Jahren das Haus seiner frommen Adoptiveltern, um seinen Vater zu töten und damit seine Mutter zu rächen (die im Zentrum der beiden vorausgehenden Filme der Trilogie stehen, Henry Fool und Fay Grim). Neds Reise, eine Suche nach Erlösung, führt ihn mit seinem Onkel, seiner Mutter und seinem Vater sowie einer Stalkerin zusammen, die seiner Familie nachstellt. Eine großartige Bildsprache und ein raffiniertes Drehbuch verbinden Drama und Komödie zu einer klugen philosophischen Reflexion über Gut und Böse.

Preisträger Forum 2015

Histoire de Judas
von Rabah Ameur-Zaïmeche

Jurybegründung
Das zeitlose Historiendrama über das Leben Jesu wird hier aus der Perspektive des Judas erzählt - des Jüngers, der traditionell als der Verräter Jesu betrachtet wird. In diesem Film wird er ähnlich wie Jesus gezeichnet, als Opfer von Macht und Unterdrückung durch die römischen Besatzer. Dieses Passionsspiel fordert die Zuschauer dazu auf, Vorurteile zu überwinden und so das Leben und die Botschaft Jesu zu verstehen. Mit Anspielungen auf heutige weltpolitische Ereignisse plädiert der Film für die Notwendigkeit, den Geschichten marginalisierter Menschen, Gruppen und Völker Gehör zu verschaffen.

Jurymitglieder 2015
Lukáš Jirsa
Gustavo Andujar
Gregg Brekke
Piet Halma
Dr. Inge Kirsner
Joachim Opahle

Die Jurys der „Fédération Internationale de la Presse Cinématographique“ (FIPRESCI), des internationalen Verbands der Filmkritik, sichten Filme aus dem Programm des Wettbewerbs und in den Sektionen Panorama und Forum. Pro Sektion wird ein Preis für den besten Film vergeben.

Preisträger Wettbewerb 2015

Taxi
von Jafar Panahi

Jurybegründung (leider nur auf Englisch verfügbar)
Our award goes to a film showing great personal and artistic bravery. It is a multilayered tale about everyday life, an original narrative exploration of both human choices and constrained existence. A humane and subtle portrait of a filmmaker and his country, a man and his surroundings and fellow citizens. Above all, this witty, sharp and devious take on freedom of speech encapsulates the struggle of all artists who seek to overcome the restrictions of reality and express their emotions and opinions regardless of censorship or state bans.
The prize for the best film in Competition goes to Taxi directed by Jafar Panahi.

Preisträger Panorama 2015

Paridan az Ertefa Kam (A Minor Leap Down)
von Hamed Rajabi

Jurybegründung (leider nur auf Englisch verfügbar)
Our award goes to a film that speaks in a very subtle and nuanced way about depression, rebellion and psychological diseases. Though set in a specific country, the film is able to present how social and family relationships work in general terms. Of special note is the complex cinematic language and especially how long takes are used in a very fine way to shape the subject.
The Prize for the best film in Panorama goes to Paridan az Ertefa Kam (A Minor Leap Down) by Hamed Rajabi.

Preisträger Forum 2015

Il gesto delle mani (Hand Gestures)
von Francesco Clerici

Jurybegründung (Leider nur auf Englisch verfügbar)
We see, hear, follow and feel a symphony: editing and sound form a unique flow, imitating a unique work-process. Black and white images from long ago blend in and out with terracotta, among fifty shades of red and brown, all to end up immortalised as bronze. Taking us into the heart and soul of an historic foundry in Milan…
The Prize for the best film in Forum goes to Il gesto delle mani (Hand Gestures) by Francesco Clerici.

Jurymitglieder 2015

Wettbewerb
José Romero
Belinda van de Graaf
Mode Steinkjer

Panorama
Alexey Gusev
Bettina Hirsch
Zsolt Gyenge

Forum
Neil Young
Julia Teichmann
Beat Glur

Die Jury der „Gilde deutscher Filmkunsttheater“ setzt sich aus drei Juroren zusammen, die Kinobetreiber und Mitglieder der Gilde sind. Sie vergibt ihren Preis an einen Film des Wettbewerbs.

Preisträger 2015

Victoria
von Sebastian Schipper

Jurymitglieder 2015
Adrian Kutter
Rudolf Huber
Moritz Busch

Für die „Confédération Internationale des Cinémas D´Art et Essai" (C.I.C.A.E.), den Internationalen Verband der Filmkunsttheater, sind zwei Jurys auf der Berlinale tätig: eine vergibt einen Preis an einen Film des Panoramas, eine kürt einen Film des Forums.

Preisträger Panorama 2015

Que Horas Ela Volta?
von Anna Muylaert

Jurybegründung
Die Jury freut sich, ihre einstimmige Entscheidung über den CICAE Panorama Award des Berlinale Filmfestivals an die brasilianische Filmemacherin Anna Muylaert für ihren Film Que Horas Ela Volta? Zu geben. Mit liebevollem Blick begleitet die Regisseurin das Leben der Hauptdarstellerin mit sanften Tönen und subtilem Humor, die große Konflikte und soziale Themen des modernen Brasilien überdecken. Es ist eine Geschichte über zwei Frauen aus zwei Generationen, herausragend dargestellt von Regina Casé und Camila Márdila. Die Regisseurin überwindet die Distanz zwischen Zuschauer und Leinwand ganz einfach durch die große Empathie, die er für den Kampf zwischen Arbeit und Sorgen über die eigene Familie empfindet.

Preisträger Forum 2015

Zurich
von Sacha Polak

Jurybegründung (leider nur auf Englisch verfügbar)
This film is the portrait of a woman in grief but the bold writing makes the story new. Director Sasha Polak manages to examine the commonplace and breathe a real emotional impact into the path of a young woman. Her sad story is told in an unexpected way, in reverse, and the film dares to use the language of cinema, making it more about what we see and less about what is said.
We discover in this film a wonderful new actress, Wende Snijders, who is a singer and performance artist making her film debut. Her willingness to take on the raw emotional material in a natural, honest way is at the core of the success of the film.

Jurymitglieder 2015
Lina Winkler
Marie Vassort
Jacopo Chessa
Sylvie Buscail
Peggy Johnson
Malgorzata Kuzdra

Das „Label Europa Cinemas“ wurde auf dem Filmfestival in Cannes 2003 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Initiative ist die Förderung europäischer Filme, ihres Verleihs und ihrer Wahrnehmung beim Publikum und in den Medien. Es wird jeweils ein europäischer Film der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes und seit 2004 auch der Venice Days in Venedig mit dem Label durch eine Jury von fünf Mitglieds-Kinobetreibern ausgezeichnet. 2005 wurde diese Auszeichnung zum ersten Mal auf der Berlinale vergeben, und zwar an einen europäischen Film des Panoramas.

Preisträger 2015

Mot Naturen
von Ole Giæver und Marte Vold

Jurymitglieder 2015
Elsie Roose
Andrea Stosiek
Pedro Barbadillo
Artem Ryzhkov

Der Teddy Award, der bedeutendste queere Filmpreis der Welt, ist eine gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, die Filmen und Personen zugute kommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und somit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.

Der Preis wird im Rahmen der Berlinale in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Dokumentar-/Essayfilm und Bester Kurzfilm sowie als Special Jury Award vergeben. Filme aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin konkurrieren jedes Jahr um die Teddy Awards.

Bester Spielfilm 2015

Nasty Baby
von Sebastián Silva

Bester Dokumentar-/Essayfilm 2015

El hombre nuevo (The new man)
von Aldo Garay

Bester Kurzfilm 2015

San Cristóbal
von Omar Zúñiga Hidalgo

Special Jury Award 2015

Stories of our lives
von Jim Chuchu

Special TEDDY AWARD 2015

Udo Kier

Jurymitglieder 2015
Gustavo Scofano
Nick Deocampo
Muffin Hix
Yvonne Behrens
Diego Trerotola
Shana Myara
Predrag Azdejkovic
Mascha Nehls
Bradley Fortuin

Im elften Jahr der Sektion Perspektive Deutsches Kino rief die Berlinale 2012 den von Glashütte Original gestifteten „Made in Germany - Förderpreis Perspektive“ ins Leben. Das mit 15.000 € dotierte Stipendium zur Unterstützung von jungen deutschen Regisseuren/-innen bei der Projekt-, Stoff- und Drehbuchentwicklung geht an ein Regietalent der Perspektive Deutsches Kino. Teilnahmeberechtigt sind alle Regisseure/-innen, die bei der vergangenen Berlinale einen Film im Programm der Perspektive hatten.
Siehe auch Made in Germany – Förderpreis Perspektive

Preisträger 2015

Oskar Sulowski
für Rosebuds

Jurymitglieder 2015
Angelina Maccarone
Jenny Schily
Jochen Laube

Seit 2004 wird der Preis „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ in der Sektion Perspektive Deutsches Kino verliehen. Bereits zum zwölften Mal ist das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) der Stifter des „DFJW-Preis Dialogue en perspective“, dotiert mit 5.000 €. Der Preis ist das Ergebnis eines interkulturellen filmischen Diskurses junger Menschen aus zwei Ländern: Frankreich und Deutschland.

Der Preis wird an einen Film verliehen, der es vermag, kritische Jugendliche der beiden Nationen gleichermaßen zu beeindrucken. Die Jury besteht aus sieben Mitgliedern und einem Jurypräsidenten/ einer Jurypräsidentin. Die Jurymitglieder werden mittels einer öffentlichen Ausschreibung vom Preisstifter ausgewählt. Die Jurypräsidentin oder der -präsident sind Persönlichkeiten, die sich für einen filmischen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich engagieren. Diese Jury ist die einzige auf der Berlinale, deren Zusammensetzung öffentlich ausgeschrieben wird.
Siehe auch DFJW-Preis Dialogue en perspective

Preisträger 2015

Ein idealer Ort
von Anatol Schuster

Lobende Erwähnung:
Im Sommer wohnt er unten
von Tom Sommerlatte

Jurybegründung
Die in Form und Inhalt vielfältige Auswahl hat uns ebenso gefallen wie sie unsere Entscheidung für einen einzigen Film erschwert hat.

Vorab möchten wir daher eine lobende Erwähnung aussprechen. Diese geht an das bemerkenswerte Langfilmdebüt Im Sommer wohnt er unten von Tom Sommerlatte.

Den DFJW-Preis dialogue en perspective verleihen wir einem Film, der sich auf poetische Weise und mit ehrlichem Interesse dem Phänomen der Landflucht nähert und seinen Handlungsort dabei außergewöhnlich auf Bild- und Tonebene etabliert. Zur Förderung dieses jungen, vielversprechenden Blicks überreichen wir den Preis an Anatol Schuster für seinen mittellangen Spielfilm Ein idealer Ort.

Jurymitglieder 2015
Marie Bäumer (Präsidentin)
Alexander Graeff
Marian Freistühler
Louise Cognard
Alice Wagret
Chloé Odstrcil
Pauline Robert
Hendrik Neuman

Die aus fünf Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Caligari-Filmpreis an einen Film des Forums. Der Preis wird vom „Bundesverband kommunale Filmarbeit“ und der Zeitschrift „film-dienst“ gestiftet. Er ist mit 4.000 Euro dotiert, wobei die eine Hälfte an den Regisseur des Films geht, die andere den Verleih fördert.

Preisträger 2015

Jurymitglieder 2015
Michael Baute
Maximilian Becker
Barbara Fischer-Rittmeyer
Nils Daniel Peiler
Dr. Margarete Wach

Die Jury besteht aus neun Mitgliedern, die Filme aus allen Sektionen sichten. Der Preis wird in Form einer Bronzeplastik von Otmar Alt verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Friedensfilmpreis steht unter Schirmherrschaft der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / IPPNW. Er wird getragen von der Friedensinitiative Zehlendorf, der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Internationalen Auschwitz Komitee und der IPPNW.

Preisträger 2015

The Look of Silence
von Joshua Oppenheimer

Lobende Erwähnung:
Flotel Europa
von Vladimir Tomic

Jurymitglieder 2015
Marianne Wündrich-Brosien
Helgard Gammert-Jakli
Claudia Gehre
Martin Zint
Andreas Altenhof
Michael Kotschi
Katrin Schlösser
Lena Müller
Anna Sofie Hartmann

Die deutsche Sektion von Amnesty International verlieh auf der Berlinale 2005 erstmalig den Amnesty International Filmpreis. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Jury sichtet Filme der Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und Generation und richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf Dokumentationen. Ziel des Preises ist es, die Aufmerksamkeit von Fachbesuchern und breitem Publikum auf das Thema Menschenrechte zu lenken und Filmemacher dazu zu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen.

Preisträger 2015

Tell Spring Not to Come This Year
von Saeed Taji Farouky und Michael McEvoy

Jurymitglieder 2015
Sibel Kekilli
Markus Beeko
Marcus Vetter

Eine aus drei Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst an einen Dokumentar-, Spiel- oder Essayfilm der Sektion Panorama. Der Preis wird von der DEFA-Stiftung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Filme, die sich sozialen und politischen Fragen der Gegenwart und Geschichte mit außergewöhnlichen ästhetischen Mitteln annehmen.

Preisträger 2015

B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin
von Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange

Jurymitglieder 2015
Andriy Khalpakhchi
Matthias Freihof
Konstanze Schiller

Forum Expanded vergibt in Kooperation mit der Allianz Kulturstiftung den Think:Film Award. Die aus drei Mitgliedern bestehende Jury zeichnet damit einen Film bzw. eine künstlerische Arbeit aus dem Programm des Forum Expanded aus, die das eigene Medium kreativ nutzt, um geopolitische Kontexte künstlerisch zu erfassen und zu reflektieren, dabei den Raum der ästhetischen Erfahrung erweitert, sowie gedankliche Perspektivwechsel anregt.

Der Preis beinhaltet einen Besuch in Berlin und Kairo mit einer öffentlichen Präsentation der ausgezeichneten Arbeit sowie ein Reisebudget von 1.000 Euro. Gastgeber sind das Arsenal – Institut für Film und Videokunst in Berlin und seine Partnerinstitution, die Cimatheque – Alternative Film Center in Kairo.

Die Jury 2015: Karim Aïnouz, Mohamed Beshir und Ala Younis.

Preisträger 2015

Oskar Dawicki in The Performer von Maciej Sobieszczanski und Lukasz Ronduda

und

Untitled (Human Mask) von Pierre Huyghe

Besondere Erwähnung:
Thamaniat wa ushrun laylan wa bayt min al-sheir (Twenty-Eight Nights and A Poem) von Akram Zaatari

Leser- und Publikumspreise

Für den Panorama Publikums-Preis können alle Besucher der Berlinale mittels Stimmzetteln votieren. Der Preis wird seit 1999 verliehen und verdankt sich einer gemeinsamen Initiative des Berliner Stadtmagazins tip, des Radiosenders radioeins und des Panoramas.

Preisträger Spielfilm 2015

Que Horas Ela Volta? (The Second Mother)
von Anna Muylaert

Preisträger Dokumentarfilm 2015

Tell Spring Not to Come This Year
von Saeed Taji Farouky und Michael McEvoy

Die Jury besteht aus zwölf Lesern der Tageszeitung „Berliner Morgenpost“. Es wird ein Spielfilm des Wettbewerbs prämiert.

Preisträger 2015

Victoria
von Sebastian Schipper

Seit der Berlinale 2007 beruft auch der „Tagesspiegel“ eine Leserjury. Sie besteht aus neun Mitgliedern, die in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt werden. Der Leserpreis des Tagesspiegel geht an den besten Film des Forums.

Preisträger 2015

Flotel Europa
von Vladimir Tomic

Die Jury, die sich aus sieben Lesern der „Siegessäule“, einem schwul-lesbischen Berliner Stadtmagazin, zusammensetzt, sichtet Filme aller Sektionen, die in einem schwul-lesbischen Kontext stehen. Der Leserpreis wird an einen Langfilm verliehen und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Preisträger 2015

Zui Sheng Meng Si (Thanatos, Drunk)
von Chang Tso-Chi

Jurybegründung
Großartige Darsteller und Darstellerinnen, liebevoll und genau beobachtete Charaktere, eine ausgereifte, in poetischen Bildern erzählte Geschichte und ein wundervoller Soundtrack: Dafür bekommt Zui Sheng Meng Si (Thanatos, Drunk) 2015 den Preis der SIEGESSÄULE-Leser/Innen-Jury ELSE.

Preise Berlinale Co-Production Market & Berlinale Talents

ARTE vergibt seit 2011 den mit 6.000 Euro dotierten ARTE International Prize an eins der für den Berlinale Co-Production Market ausgewählten Projekte.

Preisträger 2015

Marcela Said aus Chile
Für Los Perros, produziert von Jirafa aus Chile und Cinéma Defacto aus Frankreich

Eurimages vergibt 2015 erstmals den mit 20.000 Euro dotierten Eurimages Co-Production Development Award an die Produzenten eines der ausgewählten Projekte des Berlinale Co-Production Market. Berücksichtigt werden Projekte in der offiziellen Auswahl, die als Kino-Koproduktion zwischen mindestens zwei Eurimages-Mitgliedsländern geplant sind. Es darf sich dabei nicht um rein finanzielle Koproduktionen handeln. Herausragende künstlerische Qualität und die Chancen des Projektes, als mehrheitlich europäische Koproduktion realisiert zu werden, sind die Hauptkriterien bei der Vergabe des Preises.

Emily Atef und Karsten Stöter mit dem Präsidenten von Eurimages, Jobst Plog

Die Preisträger 2015

Regisseurin Emily Atef und Produzent Karsten Stöter (Rohfilm, Deutschland)

Der Talent Project Market bietet ca. zehn an Berlinale Talents teilnehmenden Produzenten und Regisseuren die Möglichkeit, ihr Projekt potentiellen Koproduzenten und Finanziers im Berlinale Co-Production Market vorzustellen. Seit 2004 wird der mit 10.000 Euro dotierte VFF Talent Highlight Pitch Award im Rahmen des Talent Project Market von der VFF - Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten gestiftet. Eine internationale Jury vergibt den Preis an das erfolgversprechendste Projekt mit den größten Aussichten auf Produktionsrealisierbarkeit und Herstellung als Filmwerk.

Preisträger 2015

Produzentin Gema Juarez Allen aus Argentinien und Regisseur Abner Benaim aus Panama
Für Biencuidao

2015 wurde zum ersten Mal der „Berlinale Talents Doc Station Development Grant“ an eines der zehn ausgewählten Dokumentarfilmprojekte der Doc Station vergeben. Der von Canada Goose gestiftete Preis ist mit 3.000 Euro für den Regisseur dotiert und bietet dem Gewinner die Möglichkeiten, sein Filmprojekt weiterzuentwickeln.

Preisträger 2015

Marouan Omara aus Ägypten
für sein Projekt Dream Away

Das Sound Studio ist ein Hands-on Programm für alle an Berlinale Talents teilnehmenden Sound Designer und Filmkomponisten. Es beschäftigt sich in Workshops, Case Studies und Präsentationen praktisch und theoretisch mit den Möglichkeiten der Tongestaltung im Film und reflektiert die Wichtigkeit und inhaltliche Präsenz der Tonebene im Bereich Sound Design und Score. Die Teilnehmer des Sound Studios bekamen 2014 die Chance, das Sounddesign für einen Policy Trailer für Dolby® Atmos zu kreieren, der international in Dolby®-Atmos-Kinos eingesetzt werden soll. Hierzu wird der Gewinner zu Dolby® nach Wootton Bassett in England eingeladen, um die Tonmischung in Dolby® Atmos zu vollenden.

Preisträger 2015

Warren Santiago (Thailand, Philippinen)