Mit einem Goldenen Ehrenbären würdigt die Berlinale bedeutende Persönlichkeiten des Films. Die Auszeichnung wird für ein herausragendes künstlerisches Lebenswerk verliehen und geht regelmäßig an den Ehrengast der Hommage. Es können aber auch weitere Goldene Ehrenbären unabhängig von der Hommage verliehen werden.
Die Überreichung des Goldenen Bären findet im Rahmen eines Festakts statt, meist gefolgt von der Sondervorführung eines Films im Rahmen des Berlinale Special Programms.
Optisch gleicht der Ehrenbär dem Goldenen Bären, der als Hauptpreis des Festivals vergeben wird. Die Berliner Bildhauerin Renée Sintenis (1888-1965) hat die Bären-Trophäen entworfen, die auch das Berlinale-Logo zieren. Seit der Gründung des Festivals werden die Bären von der Berliner Gießerei Noack hergestellt. Der Bär ist das Wappentier Berlins.
Die renommierte Schauspielerin Hanna Schygulla und der Drehbuchautor und Regisseur Wolfgang Kohlhaase wurden anlässlich der ihnen gewidmeten Hommage auf den 60. Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Eine Auswahl von je fünf Filmen aus ihren Oeuvres wurde im Rahmen der Hommage 2010 gezeigt.
„Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase stehen beide gleichermaßen für Erneuerung und Aufbruch – im Westen und im Osten Deutschlands. Hanna Schygullas Name ist untrennbar mit den Filmen Rainer Werner Fassbinders verbunden. Wolfgang Kohlhaase schlug bereits in seinen ersten gemeinsamen Arbeiten mit dem Regisseur Gerhard Klein eine für die DEFA neue Richtung ein“, kommentierte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick die Ehrungen.