Berlinale:


Goldener Ehrenbär

Meryl Streep bei der Preisverleihung

Am 14. Februar 2012 wurde Meryl Streep anlässlich der Vorstellung ihres jüngsten Kinofilms Die Eiserne Lady im Berlinale-Palast mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Meryl Streep wirkte in mehr als 40 Filmen mit und gilt als eine der talentiertesten und vielseitigsten Schauspielerinnen weltweit. Sie erhielt zahllose Preise und Nominierungen, inklusive ihrer beispiellosen 17 Oscarnominierungen. Zweimal gewann sie den begehrten Preis. Insgesamt neun Mal wurde sie mit dem Golden Globe ausgezeichnet, weitere 18 Mal erhielt sie eine Nominierung.

Meryl Streep in Kramer gegen Kramer

Der internationale Durchbruch gelang Meryl Streep Ende der 1970er Jahre mit der TV-Serie Holocaust, Michael Ciminos The Deer Hunter (1978, erste Oscar-Nominierung) und mit dem Scheidungsdrama Kramer gegen Kramer (1979, R: Robert Benton), für den sie ihren ersten Oscar erhielt. Einen weiteren Academy Award brachte ihr die intensive Darstellung in Sophies Entscheidung (1982, R: Alan J. Pakula) ein.
Sie spielte u. a. in Woody Allens romantischer Komödie Manhattan (1979), dem Historiendrama Die Geliebte des französischen Leutnants (1981, R: Karel Reisz), eine engagierte Gewerkschaftlerin in Silkwood (1983, R: Mike Nichols) sowie Tania Blixen in Sidney Pollacks epischer Verfilmung von Jenseits von Afrika (1985). Mit Susan Seidelmans She-Devil (1989) wechselte Streep erstmals ins komödiantische Fach, in dem sie auch 1992 mit Der Tod steht ihr gut (R: Robert Zemeckis) brillierte. 1995 spielte sie die Hauptrolle im Drama Die Brücken am Fluss an der Seite von Clint Eastwood, der auch Regie führte. 2002 war sie in Stephen Daldrys Literaturverfilmung The Hours zu sehen. Es folgten Hauptrollen in der satirischen Komödie Der Teufel trägt Prada (2006, R: David Frankel), Robert Altmans Last Radio Show (2006) und dem Politthriller Von Löwen und Lämmern (2007, R: Robert Redford). Ihre Vielseitigkeit bewies Meryl Streep abermals 2008 in der Musicalkomödie Mamma Mia (R: Phyllida Lloyd) und in Julie & Julia (2009, R: Nora Ephron).

Die Schauspielerin während der Pressekonferenz zu The Iron Lady

Für ihre Darstellung in Die Eiserne Lady (2011, R: Phyllida Lloyd) erhielt sie ihren achten Golden Globe. In Die Eiserne Lady portraitiert die Schauspielerin Großbritanniens ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher. Phyllida Lloyds Film zeigt, wie ein persönlicher Lebensrückblick von Margaret Thatcher aussehen könnte: In bruchstückhaften Erinnerungen wägt Margaret ab, wie hoch der Preis für ihre Entscheidungen war. Der Film dreht sich weniger um Politik als um Macht und den Verlust von Macht.

Meryl Streep war mehrfach zu Gast bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin: 1999 erhielt sie eine Berlinale Kamera und 2003 gewann sie zusammen mit Julianne Moore und Nicole Kidman den Silbernen Bären als Beste Darstellerin für The Hours. 2006 war sie mit der Ensemble-Komödie Last Radio Show von Robert Altman erneut im Berlinale Wettbewerb.

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