Die Perspektive Deutsches Kino will neugierig machen auf neue inhaltliche und stilistische Trends im deutschen Film. Die Sektion lädt zu einer Entdeckungsreise durch die deutsche Filmlandschaft ein. Sie zeigt das Unerwartete und Aktuelle, wagt eine Aussicht auf das zukünftige Profil des deutschen Kinos.
Für das Programm werden etwa zwölf Filme des jüngsten Jahrgangs ausgewählt. Um das Spektrum möglichst offen zu halten und auch Abschlussarbeiten der Filmhochschulen zu integrieren, sind dabei die formalen Beschränkungen niedrig angesetzt. Es können Filme aller Formate ins Programm genommen werden, neben abendfüllenden Spiel- und Dokumentarfilmen auch mittellange und experimentelle Arbeiten.

Gäste der Perspektive Deutsches Kino 2009
Die stärkere Einbindung des deutschen Films in die Berlinale war eines der Kernanliegen von Dieter Kosslick bei seinem Amtsantritt als Festivaldirektor im Jahr 2001. Mit der Perspektive Deutsches Kino hat er erstmals eine eigene Sektion geschaffen, die sich für dieses Anliegen engagiert, und legte sie in die verantwortungsvollen Hände von Alfred Holighaus. Im Jahre 2010 wandte sich Holighaus nun neuen Aufgaben in der Geschäftsführung der Deutschen Filmakademie zu und seine langjährige Programmkoordinatorin Linda Söffker
übernahm die Sektionsleitung, zu deren zentralen Aufgaben der permanente Austausch mit der deutschen Filmbranche, mit Regisseuren, Produzenten, Verleihern, Filmhochschulen und Förderinstitutionen gehört.
Seit 2004 wird in der Sektion Perspektive Deutsches Kino der Preis "Dialogue en perspective" verliehen. In den Jahren 2004 bis einschließlich 2009 wurde er von TV5Monde in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gestiftet. 2010 ist das DFJW erstmals als alleiniger Stifter des „Dialogue en perspective“ aufgetreten. Der Preis ist das Ergebnis eines interkulturellen filmischen Diskurses junger Menschen aus zwei Ländern: Frankreich und Deutschland. Er wird an einen Film verliehen, der es vermag, kritische Jugendliche beider Nationen gleichermaßen zu beeindrucken. Die Jury besteht aus sieben Mitgliedern und einer Jurypräsidentin oder einem –präsidenten. Die deutschen und französischen Jurymitglieder werden mittels einer öffentlichen Ausschreibung vom Preisstifter ausgewählt. Die Jurypräsidentin oder der -präsident sind Persönlichkeiten, die für den filmischen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich stehen.
Selbstverständlich werden deutsche Produktionen nicht nur in der Perspektive, sondern auch in allen anderen Sektionen des Festivals gezeigt. Darüber hinaus gibt es die dem European Film Market angegliederte Reihe German Cinema, die eine Art Leistungsschau des deutschen Films ist und vor allem auf eine erfolgreiche internationale Vermarktung deutscher Produktionen zielt.
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