Ein guter Film, ein schönes Essen, ein köstliches Getränk und eine anregende Unterhaltung, das sind die Zutaten des Kulinarischen Kinos. Die Berlinale präsentiert in diesem Sonderprogramm eine Auswahl an Filmen zu kulinarischen und ökologischen Themen. Nach dem Kino gibt es im Hauptprogramm ein Menü. Die Vorstellungen werden abgerundet mit Talkrunden zu kulinarischen Themen und enden für manche als „der perfekte Abend“ (Katja Bauer, Stuttgarter Zeitung).
Die Abende beginnen im Kinosaal des Martin-Gropius-Baus. Das Filmprogramm besteht hauptsächlich aus neuen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen mit Bezug zu Essen und Umwelt. Gerne wird auch ein Klassiker gezeigt. Bei der Filmauswahl spielen sowohl thematische als auch cineastische Kriterien eine Rolle. Höhepunkte der letzten Programme waren zum Beispiel Tuan Yuan (Getrennt Zusammen) von Wang Quan’an, Io Sono L’Amore (Ich bin die Liebe) von Luca Guadagnino mit Tilda Swinton, Le charme discret de la bourgeoisie von Luis Buñuel oder Dokumentarfilme wie How To Cook Your Life von Doris Dörrie und Food, Inc. von Robert Kenner.
Nach dem Film wird das Publikum ins benachbarte Spiegelzelt-Restaurant „Gropius Mirror“ geleitet. Dort wird ein Menü serviert, das vom vorherigen Film inspiriert ist. Die Köche der vergangenen Jahre waren unter anderem Bobby Bräuer, Thomas Kammeier, Michael Kempf, Kolja Kleeberg, Lea Linster, Christian Lohse, Cornelia Poletto und Tim Raue.
Zum Abschluss des kulinarischen Teils findet ein Gespräch mit den Protagonisten des Films und Experten zu den Filmthemen statt. Das Kulinarische Kino pflegt eine ideelle Partnerschaft mit der internationalen Slow Food Bewegung. Der Leiter des Kulinarischen Kinos, Thomas Struck, begründet dies: „Der Einsatz Slow Foods für Biodiversität entspricht dem Engagement der Berlinale für kulturelle Diversität. Genuss und Lebensfreude gehen einher mit der Verantwortung für Umwelt und faire Arbeits- und Handelsbedingungen.“
Parallel zum Hauptprogramm laufen in der Spätvorstellung um 22:00 Uhr ebenfalls aktuelle Food Filme. Danach gibt es im „Gropius Mirror“ Restaurant Essen und Getränke à la Carte. Gegen 02:00 Uhr sind die Veranstaltungen beendet.
Am Vormittag des letzten Tages findet eine Vorstellung für Kinder und Jugendliche statt. Zutritt ist nur für Schulklassen auf Einladung. Ziel dieser Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für gesunde Ernährung in Schulen und die internationale Schulgarten-Bewegung zu fördern.