Berlinale:


Berlinale Residency

Die Bewerbungsfrist für die Berlinale Residency 2012 ist abgelaufen. Die Ergebnisse der Auswahl werden im Juni 2012 bekannt gegeben.

Die Berlinale Residency lädt jedes Jahr sechs Regisseure, die bereits erste Erfolge in der internationalen Festivalszene feiern konnten, für ein viermonatiges Stipendium nach Berlin ein. Im engen Kontakt mit individuell ausgewählten Mentoren und Marktexperten können sie dabei ihr nächstes Filmprojekt auf dem Weg zum Kinoerfolg einen entscheidenden Schritt voranbringen.

Warum Berlinale Residency?

Die Berlinale ist eines der größten Publikumsfestivals der Welt. Das neue Berlinale Residency-Programm unterstützt Filmemacher dabei, schon im Drehbuchstadium das Publikumspotential ihres Projekts maximal auszuschöpfen, ohne dabei den kreativen Kern der Geschichte zu verwässern.

Jedes Projekt, vom Arthouse-Drama bis zum Feelgood-Movie, hat dabei seine eigenen Ansprüche. Berlinale Residency bringt jährlich sechs Filmemacher und ihre Produzenten mit verschiedenen Experten aus der internationalen Medienbranche zusammen. Diese kümmern sich um die spezifischen Anforderungen der Projekte, von der Drehbuchberatung bis zur Vermarktungsstrategie.

Eine internationale Jury wählt Filmemacher mit Projekten im fortgeschrittenen Drehbuchstadium aus. Gemeinsam mit dem renommierten Nipkow Programm gibt die Berlinale ihnen im Vorfeld des Festivals vier Monate Mittel und Wege an die Hand, ihr Filmprojekt auf eine erfolgreiche Kinoauswertung jenseits von Festival-Teilnahmen vorzubereiten. Zudem erarbeiten die Regisseure und ihre Produzenten gemeinsam mit internationalen Marktexperten eine speziell auf ihr Drehbuch zugeschnittene Finanzierungs- und Vermarktungsstrategie. Das Team des Berlinale Co-Production Market unterstützt sie schließlich bei einer erfolgreichen Kontaktaufnahme mit geeigneten Produktions- und Finanzierungspartnern.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Regisseure aus aller Welt, die an einem Langfilmprojekt für die Kinoauswertung arbeiten (Spielfilm, Dokumentarfilm, Crossmedia), bereits einen Produzenten gewinnen konnten und schon einmal:

  • mit einem Langfilm (als Regisseur) in der offiziellen Auswahl eines renommierten, internationalen Festivals vertreten waren (z.B. Berlinale, Cannes, Sundance, Toronto, Venedig etc.)

und/oder mit einem inzwischen fertig gestellten Projekt

  • für den Berlinale Co-Production Market ausgewählt waren oder
  • für die Script Station, die Doc Station oder den Talent Project Market des Berlinale Talent Campus ausgewählt waren oder
  • eine Förderung durch den World Cinema Fund erhalten haben.

Es gibt keinerlei Einschränkungen in Bezug auf die inhaltliche/thematische Ausrichtung und die geplanten Drehorte der Projekte.

Alle Bewerber müssen über gute Englischkenntnisse verfügen.

Bewerbungsprozedere

Die Bewerbung für die Berlinale Residency besteht aus zwei Schritten:

1. Online-Bewerbung

Im Anschluss an die Zustimmung zu den Teilnahmebedingungen für die Berlinale Residency, muss jeder Bewerber ein Onlineformular vollständig und auf Englisch ausfüllen. Darüber hinaus müssen die folgenden Dokumente auf Englisch hochgeladen werden:

  • kurze Präsentation des Projektes (eine Seite)
  • Treatment (ca. 5 – 10 Seiten)
  • vollständiges Drehbuch
  • Vertriebs- und Marketingkonzept
  • Budget
  • Finanzierungsplan

2. Postalische Einsendung von Bewerbungsmaterialien

Die folgenden Materialien müssen per Post oder Kurier eingereicht werden:

  • 6 DVD Kopien von einem vorherigen Film des Regisseurs (bitte keine Video Clips oder Showreels), inklusive einer kurzen Übersicht mit den wichtigsten Informationen zum Film und einer Erklärung, warum dieser Film als Arbeitsprobe eingereicht wird. Nicht englischsprachige Filme müssen englische Untertitel haben
  • eine Rechteerklärung, aus der hervorgeht, dass der Regisseur die Rechte am Stoff besitzt
  • eine unterzeichnete Produzentenvereinbarung, welche die Beteiligung des Produzenten am Projekt und seine Verfügbarkeit für die Teilnahme am Script-to-Market Workshop bestätigt

Die eingereichten Arbeitsproben werden nicht zurückgesendet. Material, welches nicht ausgewählt wird, kann in den Berliner Büros der Berlinale Residency abgeholt werden. Nicht abgeholte Arbeitsproben werden nach dem 30. Juni vernichtet.

Die Berlinale haftet nicht für den Verlust oder die Beschädigung der eingereichten Materialien, ungeachtet der Ursache.

Die Berlinale Residency bietet allen sechs Teilnehmern finanzielle Unterstützung, die es ihnen erlaubt, für die Dauer des Programms (ca. vier Monate) in Berlin zu leben und zu arbeiten. Das Residency-Programm findet einmal im Jahr statt und beginnt Anfang September. Es beinhaltet Drehbuch- und Projektberatung in Zusammenarbeit mit dem Nipkow Programm sowie einen dreitägigen „Script to Market“-Workshop vom 10. bis zum 12. Dezember 2012.

Für jeden Teilnehmer wird ein speziell auf ihn zugeschnittenes Programm angeboten. Der Produzent des Projekts muss sich einverstanden erklären, im Dezember an dem fünftägigen Workshop in Berlin teilzunehmen.

Die erste Phase der Berlinale Residency

Die erste Phase des Berlinale Residency-Programms (September-November) beinhaltet Drehbuchberatung mit renommierten Mentoren des Nipkow Programms. Jeder Stipendiat wird monatlich einen Experten treffen, um sein Filmprojekt umfassend zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Je nach Art und Stand des Projektes sind es Dramaturgen oder auch Koproduktions- oder Vertriebsspezialisten, die dabei helfen werden, das Filmprojekt auf ein entsprechendes Kinopublikum auszurichten.

Die zweite Phase der Berlinale Residency: From Content to Market

Im Dezember startet die zweite Phase des Berlinale Residency-Programms mit einem fünftägigen Workshop „Script to Market“, bei dem die ausgewählten Filmemacher konkretes Feedback von den eingeladenen Branchenexperten (Produzenten, Förderern, Verleihern, Sales Agents und Redakteuren) erhalten. Dieses Seminar konzentriert sich darauf, die Projekte auf den internationalen Markt vorzubereiten. Die Filmemacher und ihre Produzenten erhalten Unterstützung beim Entwurf einer Produktions- und umfassenden Auswertungsstrategie.

Darüber hinaus werden die Filmemacher und Produzenten bei der Suche nach geeigneten Partnern für ihre Projekte unterstützt. Der „Script to Market“-Workshop dient nicht zuletzt als „reality check“ für die Projekte und hilft, den künstlerischen Anspruch mit dem Vermarktungspotential in Einklang zu bringen. Welche Zielgruppe ist anvisiert und wie sieht der Anreiz für dieses Publikum aus? Wo lassen sich Vermarktungsstrategien anknüpfen? Wie kann aus diesem Projekt ein Film werden, der mehr als ein reines Festivalpublikum erreicht? Wie wird das Projekt attraktiv für Finanzierungs- und Produktionspartner? Das „Script to Market“-Seminar wird Antworten auf diese essentiellen Fragen liefern.

Eine erste Präsentation auf internationalem Parkett wird sich dann entweder auf dem Berlinale Co-Production Market bieten oder auf Partnermärkten wie dem Guadalajara Ibero American Coproduction Meeting, dem Buenos Aires Lab, dem Durban Film Mart oder dem CineLink Sarajevo.

Das Berlinale Residency-Programm lädt Filmemacher aus aller Welt und mit einer Vielfalt an Stoffen ein: außergewöhnliche und künstlerisch ansprechende Projekte, die ein über Festivalbesucher hinausgehendes Publikum erreichen wollen.

Die Berlinale Residency ist eine Initiative der Internationalen Filmfestspiele Berlin, ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, dem Nipkow Programm und dem Internationalen Filmfestival Guadalajara, in Kooperation mit dem MEDIA Mundus Programm der Europäischen Union und dem Medienboard Berlin-Brandenburg.

Kontakt

Projektkoordination
Kathi Bildhauer

Organisationsassistenz
Katrin Wirth

Potsdamer Straße 5
10785 Berlin
Tel. +49 • 30 • 259 20 • 522
Fax +49 • 30 • 259 20 • 529

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