Die Berlinale Residency bietet allen sechs Teilnehmern finanzielle Unterstützung, die es ihnen erlaubt, für die Dauer des Programms (ca. vier Monate) in Berlin zu leben und zu arbeiten. Das Residency-Programm findet einmal im Jahr statt und beginnt Anfang September. Es beinhaltet Drehbuch- und Projektberatung in Zusammenarbeit mit dem Nipkow Programm sowie einen dreitägigen „Script to Market“-Workshop vom 10. bis zum 12. Dezember 2012.
Für jeden Teilnehmer wird ein speziell auf ihn zugeschnittenes Programm angeboten. Der Produzent des Projekts muss sich einverstanden erklären, im Dezember an dem fünftägigen Workshop in Berlin teilzunehmen.
Die erste Phase der Berlinale Residency
Die erste Phase des Berlinale Residency-Programms (September-November) beinhaltet Drehbuchberatung mit renommierten Mentoren des Nipkow Programms. Jeder Stipendiat wird monatlich einen Experten treffen, um sein Filmprojekt umfassend zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Je nach Art und Stand des Projektes sind es Dramaturgen oder auch Koproduktions- oder Vertriebsspezialisten, die dabei helfen werden, das Filmprojekt auf ein entsprechendes Kinopublikum auszurichten.
Die zweite Phase der Berlinale Residency: From Content to Market
Im Dezember startet die zweite Phase des Berlinale Residency-Programms mit einem fünftägigen Workshop „Script to Market“, bei dem die ausgewählten Filmemacher konkretes Feedback von den eingeladenen Branchenexperten (Produzenten, Förderern, Verleihern, Sales Agents und Redakteuren) erhalten. Dieses Seminar konzentriert sich darauf, die Projekte auf den internationalen Markt vorzubereiten. Die Filmemacher und ihre Produzenten erhalten Unterstützung beim Entwurf einer Produktions- und umfassenden Auswertungsstrategie.
Darüber hinaus werden die Filmemacher und Produzenten bei der Suche nach geeigneten Partnern für ihre Projekte unterstützt. Der „Script to Market“-Workshop dient nicht zuletzt als „reality check“ für die Projekte und hilft, den künstlerischen Anspruch mit dem Vermarktungspotential in Einklang zu bringen. Welche Zielgruppe ist anvisiert und wie sieht der Anreiz für dieses Publikum aus? Wo lassen sich Vermarktungsstrategien anknüpfen? Wie kann aus diesem Projekt ein Film werden, der mehr als ein reines Festivalpublikum erreicht? Wie wird das Projekt attraktiv für Finanzierungs- und Produktionspartner? Das „Script to Market“-Seminar wird Antworten auf diese essentiellen Fragen liefern.
Eine erste Präsentation auf internationalem Parkett wird sich dann entweder auf dem Berlinale Co-Production Market bieten oder auf Partnermärkten wie dem Guadalajara Ibero American Coproduction Meeting, dem Buenos Aires Lab, dem Durban Film Mart oder dem CineLink Sarajevo.
Das Berlinale Residency-Programm lädt Filmemacher aus aller Welt und mit einer Vielfalt an Stoffen ein: außergewöhnliche und künstlerisch ansprechende Projekte, die ein über Festivalbesucher hinausgehendes Publikum erreichen wollen.