1 – Ziel
Die Sektion Perspektive Deutsches Kino bietet in- und ausländischen Besuchern der Internationalen Filmfestspiele Berlin sowie dem Berliner Publikum die Möglichkeit, talentierte Filmemacher zu entdecken, die noch am Beginn ihrer Regielaufbahn stehen und eine „Perspektive“ haben, sich in der Zukunft in der deutschen Filmlandschaft zu etablieren.
Eingeladen werden sowohl kurze als auch lange Spiel- und Dokumentarfilme, die sich von ihrer aktuellsten und unkonventionellsten Seite zeigen und in ihrer besonderen Mach- und Stilart Aufmerksamkeit erregen.
Sie wird von in- und ausländischen Käufern, Journalisten, Vertretern von kulturellen Organisationen, Festspielrepräsentanten, Branchenvertretern und dem interessierten Kinopublikum besucht. Außerdem dient sie Personen als Informationsquelle, die für die Promotion deutscher Filme im In- und Ausland zuständig sind.
2 – Zugelassene Filme
Weltpremieren werden bevorzugt.
Eine vorherige Teilnahme an einem Filmfestival muss allerdings kein Ausschlusskriterium sein.
Für die Perspektive Deutsches Kino zugelassen sind deutsche Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme mit einer Mindestlänge von 20 Minuten. Kurz-, Industrie-, Lehr- oder Werbefilme sind ausgeschlossen.
Vorführformate: 35-mm, HDCAM, Digital Betacam, DCP
Fertigstellung: innerhalb von 12 Monaten vor Festivalbeginn
Der Direktor des Festivals hat das Recht, alle in den Richtlinien nicht vorgesehenen Fälle zu regeln.
Alle Filme müssen per Online-Filmanmeldung registriert werden. Die Anmeldegebühr beträgt € 125 für Langfilme und € 50 für Filme bis 45 Minuten und kann nur per Kreditkarte (Visa, American Express, Mastercard) während des Online-Anmeldeprozesses beglichen werden.
3 – Auswahl und Programmierung
Für die Auswahl sind neben Filmkopien auch HDCAM, Digital Betacam, Betacam SP, DVD und Blu-ray (region free) zugelassen. Andere Formate sollten mit der Sektion abgestimmt werden.
Die Auswahl erfolgt unter den im Artikel 1 formulierten Kriterien und lässt neben Spielfilmen ausdrücklich auch einen angemessenen Anteil von Dokumentar- und Experimentalfilmen zu.
Die Sektion Perspektive Deutsches Kino ist eine Veranstaltung, die von Vertretern des Offiziellen Programms und des Forums zusammengestellt wird.
Die Programmierung der eingeladenen Filme der Sektion Perspektive Deutsches Kino wird allein von deren Leiterin im Auftrag des Festivaldirektors vorgenommen.
Die ausgewählten Filme werden im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin bis zu vier Mal vorgeführt.
4 – Fassung
Alle eingeladenen Filme werden in der Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. Die Kosten der Untertitelung gehen zu Lasten der Produzenten.
5 – Preise
Im Rahmen der Sektion Perspektive Deutsches Kino wird der Preis „Dialogue en perspective“ vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), vergeben. Er geht an einen herausragenden Beitrag in der Sektion Perspektive Deutsches Kino.
Der „Förderpreis Perspektive“, gestiftet von Glashütte Original und dotiert mit 15.000 € geht an einen Regisseur der Sektion Perspektive Deutsches Kino zur Drehbuchentwicklung eines neuen Projektes.
Für alle weiteren Fragen gilt das Allgemeine Reglement der Internationalen Filmfestspiele Berlin.