Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Wettbewerb

Zjednoczone stany miłości

United States of Love

Piotr Kobus (Produzent), Julia Kijowska, Magdalena Cielecka (Schauspielerinnen), Tomasz Wasilewski (Regisseur, Drehbuchautor), Dorota Kolak, Marta Nieradkiewicz (Schauspielerinnen)
Moderation: Nikolaj Nikitin

Pressekonferenz in voller Länge
 
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Nach einer Ära der Stagnation versucht sich die polnische Gesellschaft Anfang der Neunzigerjahre neu zu finden. Schulen erhalten den Namen „Solidarność“, erste westdeutsche Kurpatienten bringen Devisen ins Land, Pornovideos machen die Runde und das Fernsehen wiederholt Bilder vom Prozess gegen den rumänischen Diktator Ceaușescu. Vom äußeren Umbruch kaum berührt bleiben dagegen die privaten Gefühle: all die Sehnsüchte und Hoffnungen, eingezwängt zwischen Arbeit, Familie und Kirche, Verlangen und Entsagung.
Tomasz Wasilewski porträtiert vier Frauen in einer Kleinstadt in der Provinz. Agata, die sich zu einem Priester hingezogen fühlt und ihn heimlich beobachtet. Die Schuldirektorin Iza, die seit Jahren ein Verhältnis mit einem verheirateten Arzt hat. Die Russischlehrerin Renata, die die Nähe zu ihrer jungen Nachbarin, der Sport- und Tanzpädagogin Marzena sucht. Und Marzena, die von einer internationalen Karriere als Model träumt.
Der Film in entsättigten Farben und kühlem Dekor ist eine Reflexion über Versuche, einer lust- und körperfeindlichen Umgebung zu entfliehen. Sein Thema ist die Agonie einer Gesellschaft – und die Gefühlsnot der Einzelnen.

Polen / Schweden 2016, 104 Min

von

Tomasz Wasilewski

mit

Julia Kijowska
Magdalena Cielecka
Dorota Kolak
Marta Nieradkiewicz

Weltvertrieb

New Europe Film Sales