Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Wettbewerb

Jack

Jens Harant (Kamera), Nele Mueller-Stöfen (Drehbuchautorin, Schauspielerin), Luise Heyer (Schauspielerin), Edward Berger (Regisseur, Drehbuchautor), Ivo Pietzcker (Schauspieler), Jan Krüger (Produzent), Moderation: Ralf Schenk

Pressekonferenz in voller Länge
 
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Obwohl erst zehn Jahre alt, trägt Jack die Verantwortung für sich und seinen kleinen Bruder Manuel, was ihn mit Stolz erfüllt. Die Mutter, alleinerziehend, arbeitet tagsüber und geht abends oft aus. Einen Vater gibt es in dem Haushalt nicht. Eines Tages verbrüht sich Manuel beim Baden mit kochend heißem Wasser. Jack wird die Schuld an dem Vorfall gegeben. Für die Behörden ein Grund, ihn in ein Wohnheim zu stecken. Dort leidet der Junge unter Heimweh. Er gerät bald in Konflikte und reißt aus, um nach Hause zurückzukehren. Doch wieder einmal ist die Mutter nicht da. Auf der Suche nach ihr durchstreifen Jack und Manuel die Stadt. Sie übernachten in Parks und in einer Tiefgarage, flüchten vor der Polizei, treffen auf Erwachsene, die ihnen helfen, und andere, die gleichgültig bleiben.
Edward Berger und Co-Autorin Nele Mueller-Stöfen beschreiben die Suche zweier Kinder nach ihrer Mutter lakonisch und einfühlsam, poetisch und voller Verständnis für den Schmerz und die Einsamkeit der Jungen. Zugleich wirft der Film einen Panoramablick auf Berlin: auf Boulevards und Supermärkte, Nachtclubs, Bars und Parks und nicht zuletzt auch auf die öden Randflächen abseits der pulsierenden Zentren.

Deutschland 2014, 103 Min

von

Edward Berger

mit

Ivo Pietzcker
Georg Arms
Luise Heyer
Vincent Redetzki
Jakob Matschenz
Nele Mueller-Stöfen

Weltvertrieb

Beta Cinema GmbH