Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Tanta Agua

So Much Water

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Schon an der Art, wie die vierzehnjährige Lucía, ganz Zahnspange und lange Haare, mit ihrem kleinen Bruder ins Auto steigt, ist die Last der Pubertät zu spüren: Das missmutige Mädchen muss eine Woche Urlaub mit dem von der Mutter geschiedenen Vater verbringen. Und hat auf Alberto, der sie nur in Befehlsform anspricht, genauso wenig Lust wie auf die mickrige Ferienwohnung. Zudem gewittert es in der fast menschenleeren Ferienanlage so stark, dass der Pool aus Sicherheitsgründen gesperrt wird.
Während Lucías Bruder die Zeit mit Alberto verbringt, driftet die schüchterne Lucía in eine spannendere Welt ab. Mit einer neuen Freundin hängt sie in den Arkaden herum. Bald lernt sie den süßen Santiago kennen, der sie erst chevaleresk mit dem Mofa chauffiert und dann zu einem Ausgeh-Abend in der Kleinstadt überreden will. Doch die Nacht geht anders aus, als Lucía sich erhofft hat …
Der Himmel weint heftig, Lucía vergießt eher stille Tränen: Ana Guevaras und Leticia Jorges humorvolles Coming-of-age-Debüt Tanta Agua ist die rührende Momentaufnahme einer Familie, deren Mitglieder zwar in unterschiedlichen Lebensphasen stecken, Verzweiflung aber ganz ähnlich erleben.

Uruguay / Mexiko / Niederlande / Deutschland 2012, 102 Min

von

Ana Guevara Pose, Leticia Jorge Romero

mit

Malú Chouza
Néstor Guzzini
Joaquín Castiglioni

Weltvertrieb

alpha violet