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Eine Clique versammelt sich in einem Landhaus, um ihre ganz eigene Trauerfeier für einen Freund abzuhalten, der sich umgebracht hat.
Nicht selten sind es extreme Situationen, die Menschen aus der Reserve locken. Hier führt der Selbstmord zu einer Art Auszeit, während eines Wochenendes denken diese jungen Menschen nicht mehr an das Morgen. Vielmehr ergeben sie sich ganz dem Moment, lassen den Gefühlen freien Lauf. Man tanzt, liebt, streitet, trinkt, geht spazieren oder legt sich schlafen. Aber man erinnert sich auch an den Toten. Er ist präsent in Gedanken und Gesprächen. Man merkt dem Spielfilm an, dass Athanasios Karanikolas zuvor als Dokumentarfilmer gearbeitet hat. Er beobachtet seine Darsteller mehr, als dass er sie inszeniert. Er gibt ihnen den Freiraum, sich in die Situation des Abschiednehmens einzufinden. Das improvisierte Spiel, die bewegliche Kamera erzeugen Unmittelbarkeit. Dann beobachtet Karanikolas das Geschehen wieder aus der Distanz, arbeitet mit musikalischen Stilisierungen und bittet seine Darsteller einzeln vor die Kamera. So wechseln sich konzentrierte Augenblicke der Reflexion mit denen einer Trauer ab, die sich das Recht nimmt, ganz eigene Wege zu gehen.

Deutschland (BRD ab 1949) 2013, 77 Min

REGIE

Athanasios Karanikolas

DARSTELLER

Aenne Schwarz
Lena Vogt
Nina Horvath
Julian Keck