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Les mains libres

Free Hands

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Wie Cléo in Agnès Vardas Film lässt sich Barbara zu Beginn von Les mains libres die Karten legen. Können sie ihr die Begegnung aufschlüsseln, die sie kürzlich gemacht hat? Weder die Wahrsagerin noch ihre beste Freundin sind gut auf diese neue Liebe zu sprechen. "Es wird heiß empfohlen", sich aus dem Spiel zurückzuziehen, solange es noch möglich ist.

Barbara ist Regisseurin und dreht Filme im Gefängnis. Michel ist Häftling und nimmt an ihrem Filmworkshop teil. Sie verlieben sich. Ihr scheinbar geregeltes Verhältnis gerät aus der Bahn. Doch nicht nur eine Gefängnismauer steht zwischen ihnen. In einem Wechselspiel zwischen Innen- und Außenwelt entwickelt sich ihre Leidenschaft durch Berührungen, Geflüster, geheime Briefe und Blicke. Freie Hände hat aber niemand in dieser Geschichte: Die Liebenden sind dem Schicksal ergeben, in ihrer Liebe gefangen. Mit einem feinen Gespür für Zwischentöne gelingt es Brigitte Sy, einen engagierten Film über eine verbotene Liebe zu entfalten. Mit Ronit Elkabetz als Barbara hat sie eine umwerfende Stellvertreterin für ihre sehr intime, autobiografische Geschichte gefunden. Les mains libres erzählt vom Filmemachen und vom Erfinden der Liebe. Gefangenschaft verhindert Leidenschaft nicht.

Frankreich 2010, 100 Min

REGIE

Brigitte Sy

DARSTELLER

Ronit Elkabetz
Carlo Brandt
Noémie Lvovsky
François Négret
Camille Figuereo
Romain Goupil

WELTVERTRIEB

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