Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Special

Metropolis

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Fritz Langs METROPOLIS kehrt nahezu in der Originalfassung auf die Kinoleinwand zurück! 83 Jahre nach der Uraufführung wird die von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restaurierte Fassung des Stummfilmklassikers bei der Berlinale – und vor dem Brandenburger Tor – ihre Premiere feiern. Nach der Originalpartitur von Gottfried Huppertz wird die Aufführung vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent Frank Strobel begleitet.
Die Verstümmelung des Monumentalfilmes hatte unmittelbar nach seiner Premiere am 10. Januar 1927 im Berliner Ufa-Palast am Zoo begonnen. Die von der Filmprüfstelle mit einer Länge von 4.189 Metern genehmigte Fassung lief dort vier Monate lang ohne Erfolg, weshalb die Ufa den Film zurückzog und eine deutlich gekürzte Fassung mit einer Länge von 3.241 Metern für den landesweiten Kinostart im Sommer 1927 herstellte. Über Jahrzehnte hinweg galten entscheidende Teile des Films, dessen Restaurierung von 2001 als erster Film in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde, als verschollen. Bis vor kurzem waren nur ein Originalnegativ und Kopien von gekürzten Fassungen aus dem deutschen und internationalen Vertrieb bekannt. Durch den sensationellen Fund eines 16-mm-Negativs in Buenos Aires 2008 und die aktuelle Restaurierung kann METROPOLIS in der ursprünglichen, um mehr als 30 Minuten längeren Fassung, nahezu vollständig restauriert gezeigt werden.
Die Restaurierung und Rekonstruktion von METROPOLIS stellt eines der weltweit bedeutendsten Filmrestaurierungsprojekte dar. Restauriert wurde METROPOLIS von der in Wiesbaden ansässigen Friedrich-Wilhelm-Murnau- Stiftung in Kooperation mit ZDF und Arte, gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (Berlin) und in Zusammenarbeit mit dem Museo del Cine Pablo C. Ducros Hicken (Buenos Aires).

Deutschland (bis 1945) 1927, 147 Min

von

Fritz Lang

mit

Brigitte Helm
Alfred Abel
Gustav Fröhlich