Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Wettbewerb

Feuerherz

Heart of Fire

Günter Haverkamp (Aktion Weißes Friedensband)

Andreas Bareiß (Produzent)

Luigi Falorni (Regisseur)

Sven Burgemeister (Produzent)

Joseph Schnelle (Moderation)

 
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FEUERHERZ

Eritrea, Anfang der 80er Jahre. Das Mädchen Awet wird als Kleinkind von ihrer Mutter verlassen und wächst – mitten in den Wirren des Unabhängig­keits­krieges Eritreas gegen Äthiopien – in einem Waisenhaus in Asmara auf. Sie wird von italienischen Schwestern im katholischen Glauben erzogen. Schon früh zeigt sich ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, schon als kleines Mäd­chen versucht sie sich durchzusetzen und gegen Unrecht zu protestieren.
Nach einigen Jahren holt ihr verschwunden geglaubter Vater sie zu sich und seiner neuen Familie. Aber dort ist Awet nicht willkommen. Ihr Vater schikaniert sie und übergibt sie schließlich zusammen mit ihrer Schwester an eine der eritreischen Befreiungsarmeen. Die beiden Mädchen kommen in ein Lager, in dem sie zu Soldaten ausgebildet werden sollen. Awet muss sich an ein hartes Leben gewöhnen. Hunger, Einsamkeit und die viele Arbeit im Lager machen ihr das Überleben schwer. Awet erlebt den ganzen Wahnsinn des Krieges und wird konfrontiert mit Tod und Fanatismus. Doch ihr „Feuerherz“, ihr Mut und ihr Gewissen weisen ihr einen Weg aus einem schrecklichen Schicksal.
FEUERHERZ wurde in der eritreischen Landessprache Tigrinya gedreht. Luigi Falorni: „Nachdem die eritreische Regierung die Drehgenehmigung blockierte, haben wir die Dreharbeiten in Nairobi vorbereitet, weil in Kenia die größte emigrierte eritreische Volksgruppe lebt. Beim Casting waren sowohl die Beherrschung der Landessprache Tigrinya als auch die noch vorhandene Bindung an die eritreischen Traditionen und Lebensart die entscheidenden Kriterien.“

Deutschland / Österreich 2008, 92 Min

von

Luigi Falorni

mit

Letekidan Micael
Solomie Micael
Seble Tilahun
Daniel Seyo

Weltvertrieb

Beta Cinema GmbH