Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

German Cinema

Make My Day

MAKE MY DAY

Die junge Koreanerin Hee-Jin wohnt in Berlin-Friedrichshain bei ihrer Mutter. Sie ist von ihrem depressiven Freund Ralf schwanger, den sie nicht mehr liebt. Im Kampfsportstudio ihres Bruders lernt sie den Franzosen Laurent kennen, der in der Modebranche arbeitet. Sie beginnt eine Affäre mit ihm, doch nach kurzer Zeit verschwindet Laurent nach Paris. Nach einer Auseinandersetzung mit Ralf verliert Hee-Jin das Kind. Die streng katholische Mutter glaubt an eine Abtreibung und schmeißt sie raus.
Vereinsamt fährt Hee-Jin nach Paris, um Laurent zu suchen. Dabei lernt sie den alten Maler Serge kennen, bei dem sie unterschlüpfen kann. Laurent findet sie schließlich durch Zufall in einem Restaurant, wo er kellnert. Doch er gesteht ihr, dass er zu seiner vermögenden Ehefrau zurückgekehrt ist. Nachdem Hee-Jin auch bei Serge nicht bleiben kann, streift sie mittellos durch Frankreich, bis sie eines Nachts das Zelt abbrennt, das sie Serge gestohlen hat. Gescheitert kehrt Hee-Jin nach Berlin zurück und richtet sich neu in den Trümmern ihres Lebens ein.
Ausgangspunkt für diese fiktiven Szenen waren Geschichten von Freunden in Berlin, erzählt Henrike Goetz. „Aus der Vielfalt von Lebensdramen ist ein Bild von Alltag entstanden, in dem Krise und Normalität eng beieinander liegen … Durch diesen Kosmos, in dem die Versuche der Figuren, ihr Leben zu gestalten, unvernünftig und zum Scheitern verurteilt sind, führt Hee-Jin als Irrende unter Irrenden.“

Deutschland 2004, 86 Min

von

Henrike Goetz

mit

Young-Shin Kim
Laurent Vivien
Lou Castel